Beten, feiern und durch den Matsch rennen

Ein Mann rennt durch Matsch rennen, weicht gepolsterten Hindernissen und Wasserspritzern aus, während die Menge im Freien feiert.
Sponsorenlauf beim Teenagermissionstreffen 2022

BAD LIEBENZELL. Par­ty­stim­mung und tief­ge­hen­de Gesprä­che über Gott und die Welt: Das war kein Wider­spruch, son­dern präg­te das Teen­ager­mis­si­ons­tref­fen (TMT), das nach zwei­jäh­ri­ger Coro­na-Pau­se vom 13. bis 15. Mai im Mon­bach­tal bei Bad Lie­ben­zell statt­fand. Rund 1000 Jugend­li­che waren mit dabei. Sie fei­er­ten, bete­ten, san­gen und tanz­ten. Ver­an­stal­ter waren die Lie­ben­zel­ler Mis­si­on, die Christ­li­chen Gäs­te­häu­ser Mon­bach­tal sowie der Süd­deut­sche und Süd­west­deut­sche Jugend­ver­band „Ent­schie­den für Chris­tus“ (EC). Das Mot­to in die­sem Jahr war „Vor­bil­der“.

„Jun­ge Leu­te brau­chen Gemein­schaft“, sag­te der Lei­ter der Ver­an­stal­tung, Andre­as Liebrich. „Des­halb war es uns wich­tig, dass das TMT die­ses Jahr unbe­dingt statt­fin­den kann.“ Die Vor­be­rei­tung der Ver­an­stal­tung sei her­aus­for­dernd gewe­sen: „Alle Mit­ar­bei­ter in Ver­ant­wor­tungs­funk­tio­nen sind neu, es ging viel Erfah­rungs­wis­sen ver­lo­ren.“ Zudem sei­en durch Infek­tio­nen oder Qua­ran­tä­ne immer wie­der Mit­ar­bei­ten­de aus­ge­fal­len. Der Auf­wand habe sich aber gelohnt. Andre­as Liebrich zog ein posi­ti­ves Fazit: „Unser Ziel war es, als Chris­ten gemein­sam Jesus zu fei­ern und den Teil­neh­men­den zu zei­gen, was es heißt, als jun­ger Mensch Christ zu sein. Das durf­ten wir erleben.“

Bei der Ver­an­stal­tung berich­te­ten jun­ge Chris­ten von ihrem Glau­ben. Der Rap­per „Nata“ erzähl­te von sei­ner schwie­ri­gen Kind­heit. Mit zwölf Jah­ren kam er zusam­men mit sei­nen Geschwis­tern in ein Kin­der­heim, nach­dem sei­ne Eltern sich getrennt und sei­ne Mut­ter dar­auf­hin ein Burn­out erlit­ten hat­te: „Ich muss­te die Vater- und Mut­ter­rol­le über­neh­men. Das hat mich über­for­dert“, berich­te­te der jun­ge Mann. Es folg­ten jah­re­lan­ge Psych­ia­trie-Auf­ent­hal­te und eine Spiel­sucht, die ihn straf­fäl­lig wer­den ließ: „Ein Betreu­er in einer Sucht­kli­nik sag­te zu mir, dass mein Leben dau­er­haft auf Gefäng­nis oder Psych­ia­trie hin­aus­läuft.“ In die­ser Zeit habe er sich sehr wert­los gefühlt: „In mei­ner Not habe ich mich an Jesus Chris­tus gewandt.“ Dass er seit zwei­ein­halb Jah­ren frei von der Spiel­sucht und von Medi­ka­men­ten ist, führt er auf sei­nen Glau­ben zurück: „Jesus hat mich geheilt. Ich habe Ver­ge­bung erfah­ren und kann heu­te auch selbst ver­ge­ben.“ Es loh­ne sich, an Gott fest­zu­hal­ten: „Er hat dich mit einem Sinn in die Welt gesetzt. Gott hat für jeden Men­schen eine Beru­fung.“ Sei­ne Erleb­nis­se ver­ar­bei­tet der Rap­per immer wie­der auch in sei­nen Songs.

Durch krea­ti­ve Aktio­nen in den sozia­len Medi­en sind die „Fun­Du­des“ bekannt gewor­den. Auf dem TMT zeig­ten sie eini­ge Stunts und spra­chen über ihre Moti­va­ti­on für ihre Tätig­keit auf You­tube: „Wir haben eine gro­ße Lei­den­schaft für Vide­os und für Action. Und wir wol­len bewusst das Kli­schee bre­chen, dass Chris­ten lang­wei­lig sind. Als Chris­ten kann man viel Spaß haben.“ Frü­her sei ihre Vor­stel­lung gewe­sen, dass vie­le Fol­lower auf ihren Kanä­len in den sozia­len Medi­en glück­lich mach­ten: „Aber wir haben gemerkt: Unse­re eige­nen Zie­le haben uns nicht glück­lich gemacht. Wir haben ver­rück­te Sachen gemacht und nach ein paar Tagen spürt man davon nichts mehr. Das Ein­zi­ge, was uns heu­te glück­lich macht, ist der Glau­be an Jesus.“

Jugend­e­van­ge­list Nik Ebert sag­te, dass die bibli­sche Aus­sa­ge, dass den­je­ni­gen, die glau­ben, dass alle Din­ge mög­lich sei­en, her­aus­for­dernd sei: „Das ist eine kras­se Aus­sa­ge. Ich fra­ge mich oft: Wo sieht man das im eige­nen Leben?“ Jesus Chris­tus bie­te an, gera­de in Situa­tio­nen des Zwei­felns da zu sein: „Es ist nicht wich­tig, wie viel Glau­ben du hast. Es ist wich­tig, an wen du glaubst. Und es ist auch nicht wich­tig, was du über dich denkst, son­dern was Jesus über dich denkt.“ Chris­ten soll­ten ihre Beru­fung dar­in zu sehen, „mit Jesus als Vor­bild Tag für Tag im Leben zu verbringen.“

Sebas­ti­an Pfrom­mer, Lei­ter des Jün­ger­schafts- und Kurz­ein­satz­pro­gramms „impact move“ sag­te, dass Gott jeden Men­schen gebrau­chen möch­te. Manch­mal bedeu­te das auch, Din­ge hin­ter sich zu las­sen: „Neu­an­fän­ge set­zen immer in Bewe­gung. Gott möch­te, dass du dich in sei­ne gro­ße Geschich­te ein­klinkst: in dei­nem Umfeld, in dei­ner Fami­lie und in sei­ner Gemein­de weltweit.“

Im Lau­fe des Wochen­en­des gab es mehr als 20 Semi­na­re, Work­shops und Sport­an­ge­bo­te – von Hand­let­te­ring über Fit­ness-Work­out bis zu The­men wie „Kri­sen­fes­ter Glau­be“ oder „Beten – aber wie?“. Zum täg­li­chen Pro­gramm beim Teen­ager­mis­si­ons­tref­fen gehör­te die Mög­lich­keit, gemein­sam in der Bibel zu lesen und ein Büh­nen­pro­gramm mit ver­schie­de­nen Show­ein­la­gen. Den Abschluss der drei­tä­gi­gen Ver­an­stal­tung bil­de­te ein Spon­so­ren­lauf über einen Hin­der­nis­par­cours durch Was­ser, Sand und Matsch. Der Erlös des Laufs von mehr als 20.000 Euro kommt kirch­lich-sozia­len Pro­jek­ten in Mala­wi zugute.
Das ers­te Teen­ager­mis­si­ons­tref­fen fand 1974 statt.

TV-SPECIAL

Wie sieht's denn im Himmel aus?

In diesem Jahr stand das PfingstMissionsFest unter dem Motto HIMMEL:REICH. Wir greifen das Thema erneut auf: „Das Beste kommt noch“ – so heißt ein christliches Buch über den Himmel. Doch was wissen wir wirklich darüber? Wir sind der Frage nachgegangen: „Wie sieht’s im Himmel aus?“ Lasst euch inspirieren und ermutigen!

Im Himmel gibt es einen Palast und da drin ist Jesus und da fühlen sich die Leute richtig glücklich. Es ist wie ein zweites Leben.
Romi (6 Jahre)
Es gibt keinen Streit und Krieg. Wenn man mal andere Menschen nicht gemocht hat, dann ist es so, dass man sie im Himmel mag und dann vielleicht auch Freundschaft mit ihnen schließen kann.
Anni (10 Jahre)
Ich stelle mir den Himmel so vor, dass da eine goldene Straße ist und ein Bach und eine Sonne, die alles richtig hell macht und dann kommt man durch so ein Tor in den Himmel.
Jakob (10 Jahre)
Meine Oma ist schon gestorben. Sie hat im Himmel zwar keinen Rollstuhl mehr, aber ich kenne sie nicht ohne Rollstuhl. Im Himmel treffe ich sie wieder.
Anni (5 Jahre)

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HIMMEL

Persönlicher Blick auf das Thema.

Ich war klinisch tot –

und habe Jesus gesehen.

Die bewegende Geschichte von Frank Breido – und warum jetzt nichts mehr ist wie zuvor.

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Ein lächelnder Mann in Anzugjacke und kariertem Hemd steht in dem modernen, vom Himmel beleuchteten Innenraum des MODAL 2025.

Dr. Simon Herrmann

Dozent an der Internationalen Hochschule Liebenzell

„Das ist für mich die Bestimmung des Menschen: Gemeinschaft mit Gott zu haben, die hier schon beginnt und sich dann in der anderen Welt im Himmel fortsetzt.“

Das Gespräch

mit Simon Herrmann

Fragen von Christoph Kiess zu Vorstellungen vom Himmel in verschiedenen Kulturen.

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BIBELVERSE

Zum Thema Himmel

WELTWEIT AM LEBEN DRAN

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Wer ist Mihamm Kim-Rauchholz?

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Mihamm Kim-Rauchholz, koreanische Theologin, wuchs in Südkorea auf und kam 1977 aufgrund eines theologischen Aufbaustudiums ihres Vaters nach Deutschland. Nachdem die Familie 1983 wieder nach Korea zurückgekehrt ist studierte sie evangelische Theologie in Seoul und ab 1994 in Tübingen und Heidelberg. Im Jahr 2005 promovierte sie bei Hans-Joachim Eckstein an der Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Nach Missions- und Lehrtätigkeit sowie Forschungsarbeiten in Mikronesien hat sie seit 2011 als Professorin einen Lehrstuhl für Neues Testament und Griechisch an der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL) inne.

Was ist das Hoffnungsfest?

Mit der Teilnahme am bundesweiten „Hoffnungsfest“  will die Liebenzeller Mission und die Evangelische Kirchengemeinde Bad Liebenzell mit den Besucherinnen und Besuchern über Fragen des Lebens und Glaubens nachdenken. Themen der Abende sind unter anderem: „Gesund sein und heil werden“, „Ehrlich sein und Antworten bekommen“ und „Neu anfangen ist immer möglich“.

Dr. Mihamm Kim-Rauchholz, und Yassir Eric

Das „Hoffnungsfest 2021“ ist eine christliche Veranstaltungsreihe, in dessen Mittelpunkt Bibeltexte, persönliche Lebensberichte, Impulspredigten und authentischer Glaube stehen. Das Anliegen der sieben Abende: Gäste können die Aktualität der christlichen Botschaft erleben. „Wer Gott erlebt, erfährt Glaube, Liebe und Hoffnung. Wenn Menschen Jesus Christus begegnen, wird ihr Leben erneuert. Das hat Auswirkungen in Zeit und Ewigkeit. Deshalb der Name ‚Hoffnungsfest’ für unsere große evangelistische Aktion 2021“, sagt der 1. Vorsitzende des proChrist e. V., Prof. Dr. Dr. Roland Werner (Marburg). Die Liebenzeller Mission ist Kooperationspartner von „Hoffnungsfest“.

Leben in verschiedenen Kulturen

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Glaubwürdig und authentisch – das beschreibt die Theologin Prof. Dr. Mihamm Kim-Rauchholz am besten. Aufgewachsen ist Mihamm in Südkorea und Deutschland, später hat sie viele Jahre in Mikronesien und den USA gelebt. Sie erzählt, welche Erfahrungen sie dabei gemacht hat, in so unterschiedlichen kulturellen Welten gelebt zu haben und was ihre eigene Identität ausmacht.

Hoffnung

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„Hoffnung hat von ihrem Wesen her eine bleibende Kraft, die nicht beim ersten Windstoß umfällt." Prof. Dr. Mihamm Kim-Rauchholz, Rednerin bei hoffnungsfest 2021 (proChrist) und Dozentin an der Internationalen Hochschule Liebenzell nimmt Stellung zu verschiedenen Themen wie Glaube, Begeisterung, Berufung, Mission – und Hoffnung.

Wer ist Yassir Eric?

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Yassir Eric erzählt von seiner ganz persönlichen Jesus-Begegnung. Als Theologen hat er eine sehr spannende Lebensgeschichte und berichten davon, wie Gott in seinem Leben Veränderung ermöglicht hat und noch immer wirkt.

Wer ist Johannes Kuhn?

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Johannes Kuhn freut sich auf spannende Talks mit interessanten Gästen. Er wünscht sich, dass Sie entdecken: Gott schenkt mir Hoffnung. Darum ist er als Moderator gerne bei hoffnungsfest dabei.

Illustration einer Person, die eine Webseite hält, umgeben von Symbolen aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Kreativität.

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