Die Japaner gelten als fleißigstes Volk der Welt – in einer der führenden Industrienationen arbeiten die Menschen viel und hart. Das hat zu großem Wohlstand bei den über 125 Millionen Einwohnern geführt – und gleichzeitig treibt der Leistungsdruck viele Jugendliche in den Suizid.
Japanern ist eine gute Ausbildung sehr wichtig, die bereits möglichst früh starten soll. Deshalb lernen die Kinder bereits im Kindergarten die ersten Buchstaben. Ebenso hat die Gesellschaft mit Überalterung zu kämpfen. Fast 30 Prozent der Japaner sind älter als 65 – absoluter Weltrekord. Einsamkeit und Familienprobleme bestimmen bei vielen Japanern den Alltag. Die meisten gehören gleichzeitig den beiden großen Religionen Schintoismus und Buddhismus an. Schätzungen gehen davon aus, dass in dem Land rund eine Million Christen leben.
Seit fast 100 Jahren sind Liebenzeller Missionare im Ballungszentrum in und um Tokio tätig, um die Frohe Botschaft von Jesus Christen zu den über 35 Millionen Menschen im Großraum Tokio zu bringen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gründen in Zusammenarbeit mit bestehenden Kirchen Gemeinden und bereiten sie darauf vor, dass ein einheimischer Pastor die Verantwortung übernimmt.
In den vergangenen 60 Jahren sind rund 50 solcher Gemeinden entstanden. Nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami sowie der damit ausgelösten Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 engagierten sich Liebenzeller Missionarinnen und Missionare, um den Opfern zu helfen.









