Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on email
Share on facebook

„Die lokale Kirche ist die Hoffnung der Welt“


Tobias und Sarah Müller leben seit August 2011 in Malawi. Seit Sep­tem­ber 2018 sind sie für Schu­lungsar­beit unter Pas­toren und Gemein­deleit­ern, die mis­sion­ar­ischen impact-Ein­sätze und admin­is­tra­tive Auf­gaben ver­ant­wortlich. Zuvor waren sie im Dor­fen­twick­lung­spro­jekt Ubwen­zi sowie am Chi­so­mo-Zen­trum tätig. Noch bis Ende des Jahres sind sie in Deutsch­land und bericht­en von ihrer Arbeit. Wir haben Tobias ein paar Fra­gen gestellt.


Ihr lebt und arbeit­et seit mehr als neun Jahren in Malawi. Ist das Land zu eur­er Heimat geworden?
Total. Die Klänge, die Gerüche, das Essen – alles, was uns früher fremd war, ist jet­zt Heimat für uns. Sprach­lich war es am Anfang schwierig. Ich habe mich in meinem ersten Jahr in Malawi öfters gefragt, ob ich die Sprache jemals ler­nen werde. Aber irgend­wann hat es Klick gemacht. Die Sprache ist der Schlüs­sel zu den Men­schen und zu einem Heimatgefühl.


Was schätzt du an den Men­schen in Malawi besonders?
Ihre Loy­al­ität und welchen Wert sie der Gemein­schaft beimessen. Wir lieben es, mit Men­schen zusam­men zu sein. Man kommt in Malawi nie ungele­gen und nimmt sich immer Zeit für andere.


Deine Haup­tauf­gabe ist, Pas­toren zu begleit­en. Wie sieht das aus und warum ist diese Arbeit wichtig?
In Malawi strö­men die Leute son­ntags in die Gottes­di­en­ste. Aber die geistlichen Wurzeln sind oft nicht tief. Die Men­schen leben oft in zwei Wel­ten: im christlichen Glauben und im Glauben an Zauberei. Die entschei­dende Frage ist: Wo suchen sie im Zweifels­fall Hil­fe: bei Jesus oder beim Zauber­dok­tor? Außer­dem ver­bre­it­et sich die Irrlehre des Wohl­stand­se­van­geli­ums in Afri­ka stark. Men­schen geben viel Geld für selb­st ernan­nte Propheten aus, die ihnen z. B. kör­per­liche Heilung und Wohl­stand als Gegen­leis­tung ver­sprechen. In einem armen Land klam­mern sich die Men­schen oft an jeden Stro­hhalm, den sie bekom­men kön­nen. Aus all diesen Grün­den sind the­ol­o­gisch fundierte Pas­toren drin­gend nötig. Lokale Kirchen sind die Hoff­nung der Welt. Heute muss ein guter Pas­tor auch ein guter Leit­er sein. Die Stärkung der Pas­toren und ihrer Leitungs­fähigkeit ist ein wesentlich­er Aspekt für die Entwick­lung der Gesellschaft.


Gibt es ein Erleb­nis aus der let­zten Zeit, das dich beson­ders bewegt hat?
Ein Pas­tor, der während mein­er Zeit als Leit­er des Chi­so­mo-Zen­trums dort Stu­dent war, schenk­te mir neulich einen Sack Kür­bisse aus Dankbarkeit für das, was er am Chi­so­mo-Zen­trum gel­ernt hat. Und das, obwohl er selb­st nicht viel hat. Das ist schon sehr bewegend.


Seit eini­gen Wochen seid ihr in Deutsch­land. Was genießt du hier am meisten?
Ich genieße derzeit die kalte Jahreszeit. Die Adventszeit mal wieder in Deutsch­land erleben zu kön­nen – auch geistlich – darauf freue ich mich sehr.


Du willst die Mis­sion­sar­beit von Tobias und Sarah Müller mit ein­er Spende unter­stützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
Scroll to Top
Umfrage

dein Feedback zur Neuen Seite