Lena und Florian Küpper arbeiten ab November gemeinsam als Missionare in Sambia. Lena studierte an der Internationalen Hochschule Liebenzell Theologie und Soziale Arbeit im interkulturellen Kontext. Die gebürtige Thüringerin absolvierte dabei ein Auslands- und Praxissemester in Sambia. Ihr Herz schlägt für benachteiligte und traumatisierte Kinder und junge Erwachsene. 2024–2026 arbeitete sie im Gemeindegründungsprojekt in Lusaka in Sambia als Sozialarbeiterin mit. Florian ist gelernter Tischler und absolvierte eine Weiterbildung zum Holztechniker und Tischlermeister. Er besuchte die Jüngerschaftsschule „Reach“ von OM in Sambia und arbeitete danach in dem Land unter anderem in der IT und in der Gefängnisarbeit. Ab November 2026 werden Lena und Florian im Dawn-Trust-Projekt in Mushili (Ndola) mitarbeiten.
Was begeistert euch an Sambia?
Die Vielfalt des Landes und der Einsatzmöglichkeiten dort. Es gibt dort so viel zu tun und sehr viele Möglichkeiten, sich als Missionare einzubringen. Sambia ist irgendwie auch ein Spiegel für die eigene Persönlichkeit. Die sambische Kultur ist so gegensätzlich zur deutschen. Man wird selbst herausgefordert, kann einen neuen Blick bekommen und sich selbst hinterfragen.
Was uns begeistert ist die Gastfreundschaft der Menschen. Sie lassen uns als Ausländer teilhaben an ihrem Leben und bisher waren wir überall willkommen. Genial finden wir auch den Umgang der Menschen in Sambia mit Fehlern. Sie sind Meister der Vergebung. Sambier sind überhaupt nicht nachtragend. Man darf alles falsch machen und ist trotzdem noch Bruder oder Schwester. Davon kann man sehr viel lernen.
Bisher wart ihr beide an verschiedenen Orten und Projekten in Sambia im Einsatz. Ab September dann gemeinsam. Freut ihr euch einfach nur darauf oder habt ihr auch Respekt davor?
Besonders vor der neuen Aufgabe haben wir großen Respekt. Es wird vieles sehr neu sein und wir wissen nicht ganz genau, was alles auf uns zukommt. Wir haben für vier weitere Jahre Missionsdienst in Sambia zugesagt. Das ist schon ein längerer Zeitraum. Aber wir freuen uns sehr auf die neuen Kollegen, das tolle Projekt in Mushili, die Menschen dort und die Möglichkeit richtig anzukommen. Wir waren in den letzten Wochen sehr gerne in Deutschland, aber nun kommt so langsam wieder Vorfreude auf Sambia auf.
Warum wolltet ihr unbedingt im Mushili-Projekt mitarbeiten?
Da wir offen sind für langfristige Mission, ist es uns wichtig, die Sprache gut zu lernen: Das ist in einer ärmeren Gegend einfacher. Und das Projekt passt zu unseren Fähigkeiten. Die Landwirtschaftsprojekte kommen Florians praktischen Fähigkeiten entgegen, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen passt gut zu Lena. Außerdem werden wir auch sambische Studenten und junge Leute aus dem Kurzeinsatz-Programm „impact“ begleiten.
Gibt es eine Begegnung aus Sambia, die euch besonders berührt hat?
Florian: Es gibt immer wieder Situationen, die man nicht vergisst. Ich hatte mal von anderen Missionaren ein Auto ausgeliehen und dann die gefahrenen Kilometer aufgeschrieben. Ein sambischer Freund, fand das sehr merkwürdig, dass ich die Kilometer sehr ehrlich aufgeschrieben habe. Als Christ ist mir wichtig, Vertrauen auch im Kleinen zu leben. Denn dann kann Vertrauen auch im Großen wachsen. Diese Begebenheit war für meinen Freund der Auslöser, das nun auch selbst so zu leben. Ich finde es faszinierend, wie Veränderung möglich ist.
Lena: Um mich wohlzufühlen, hatte ich eine Freundin und einen schönen Ort zum Spazierengehen vermisst. Ich habe gebetet und Gott hat mein Gebet sehr schnell erhört. Kurz darauf habe ich einen schönen Platz zum Spazierengehen gefunden und eine Südafrikanerin getroffen, mit der ich Bibel lesen kann. Es tat gut, einfach auch mal aus dem Gemeindekontext rauszukommen. Es war einfach schön zu sehen, dass Gott weiß, was ich brauche.
Auf was freut ihr euch bei eurer Rückkehr nach Sambia am meisten?
Wir freuen uns auf die Menschen, die wir schon kennen, und auf unser neues Zuhause dort.
Du willst die Missionsarbeit von Lena und Florian mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.
