PAPUA-NEUGUINEA. Ende letzten Jahres wurde Ezekiel krank. Er hatte Magenprobleme und konnte sein Essen nicht mehr richtig verdauen. Der Neuguineer nahm stark ab und wurde immer schwächer. Im Krankenhaus konnte man nichts für ihn tun. Die Ärzte sagten, es sei eine Krankheit, die mit seiner Herkunft zusammenhänge. Das ist oft die Beschreibung dafür, dass aus ihrer Sicht Zauberei im Spiel ist.
Ein regelrechtes Osterwunder haben die Liebenzeller Missionare Manuel und Christina Feige in den Armensiedlungen von Wewak in Papua-Neuguinea erlebt. Dort bringen sie seit 2018 Menschen am Rande der Gesellschaft Gottes Liebe nahe. Sie schulen Gemeinden in der sozialmissionarischen Arbeit, erteilen Religionsunterricht und unterstützen Gemeinden in der Kinder- und Jugendarbeit.
Annegret und Albrecht Hengerer waren über 35 Jahre mit der Liebenzeller Mission im Einsatz, zunächst ab 1989 in der Gemeindegründung in der Normandie/Frankreich und ab Sommer 2017 in Burundi. Sie unterstützten die dortige Gemeinde durch Predigten und Schulungen sowie durch administrative und seelsorgerliche Begleitung. Vor seiner Ausbildung am Theologischen Seminar der Liebenzeller Mission war Albrecht Diplom-Verwaltungswirt (FH). Annegret ist gelernte Krankenschwester. Jetzt gehen sie in den Ruhestand und blicken auf ihre Arbeit zurück.
Tobias und Sarah Müller arbeiten seit August 2023 in Toronto, Kanada, und leiten dort das Programm „impact-move“. Außerdem sind sie für die Studierenden der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) während ihres Auslandssemesters in Toronto zuständig. Zuvor haben sie zwölf Jahre in Malawi gearbeitet. Tobias ist gelernter Elektroinstallateur und hat seine Ausbildung am Theologischen Seminar der Liebenzeller Mission absolviert. Jetzt hat er berufsbegleitend an der Akademie für Weltmission (AWM) in Korntal den Masterstudiengang „Interkulturelle Leitung und Führung“ erfolgreich abgeschlossen.
UGANDA. Auf seinen früheren Lebenswandel ist er nicht stolz: Steven hat Kinder von fünf Frauen, nur für wenige hat er Verantwortung übernommen. Inzwischen sind alle erwachsen und beschuldigen ihren Vater, sich nie um sie gekümmert zu haben.
„Wir wollen nicht wochenlang ohne Gottes Wort sein. Du musst weitermachen. Was wir da hören, gefällt uns gut.“ Das sagten 15 meist muslimische Teilnehmer eines Bibelgesprächskreises in Malawi zu Pastor Pahuwa, als er vorschlug, aufgrund der Hochsaison auf den Feldern wie in anderen Orten auch mit dem Bibelgesprächskreis zu pausieren. Diese Kreise wurden 2020 durch die engagierte Arbeit von „Radio L“ in Malawi ins Leben gerufen. So erreichte die Mitarbeiter um Missionar Paul Kränzler die Bitte einer Hörergruppe, einen Bibelgesprächskreis in ihrem Dorf zu beginnen. Dabei verwenden die Mitarbeiter die Hörbibel in Chiyao. In der Kultur wurde Geschichte in Form von Geschichten weitergegeben, denn es gab keine Schrift. Selbst diejenigen, die in die Schule gingen, verstehen mehr, wenn sie eine Geschichte hören, als wenn sie sie selbst lesen. In den vergangenen Jahren sind 15 Gruppen entstanden. „Manche Kreise bestehen aus sechs bis acht Teilnehmerinnen. Männer tun sich schwer, sich als Interessierte am christlichen Glauben zu erkennen zu geben, in anderen versammeln sich bis zu 20 Menschen, um Gottes Wort zu hören“, sagt Missionar Paul Kränzler.
Eine Liturgie oder einen festen Ablauf gibt es nicht. Es soll bewusst eine „Informationsveranstaltung“ sein, vor allem am Anfang: „Wenn wir im Dorf ankommen, wird erst einmal geredet, bis alle da sind. Dann beten wir und fangen mit der Wiederholung vom vergangenen Mal an“, erklärt Paul Kränzler. Danach folgt eine neue Lektion. Je nachdem, wie schwierig der Inhalt ist oder wie viele Fragen gestellt werden, dauern diese Runde etwa 40 bis 60 Minuten. Zum Abschluss bringen die Teilnehmer ihre persönlichen Anliegen im Gebet zu Gott.
Die Treffen finden unter einem großen Baum statt: „Wir wollen bewusst keine Kirche oder ein anderes religiöses Gebäude nutzen, damit es für Interessierte keine Hemmschwelle gibt. Und Dorfversammlungen finden sowieso meistens unter einem Baum statt“.
Die Gruppen werden häufig von Frauen geleitet. In einem anderen Ort beispielsweise trafen sich etliche von ihnen schon vorher, um nach Witwen und Vernachlässigten zu schauen. „Wir sind sehr dankbar, dass Gott uns die Türen in so vielen Dörfern geöffnet hat. Vor 20 Jahren hätte niemand gedacht, dass aus einem muslimisch geprägten Dorf eine Anfrage kommen könnte, dort eine Bibelstunde abzuhalten. Heute beten wir für mehr Arbeiter in der Ernte, weil wir offene Türen haben“, sagt Paul Kränzler.
Unter dem Motto „Let there be light“ („Es werde Licht“) sendet Radio L seit Ende 2017 als erster Radiosender Malawis überwiegend in der Stammessprache der Yao. Diese sind mehrheitlich Muslime und machen etwa zehn Prozent der knapp 19 Millionen Malawier aus. Die Yao leben meist in abgelegenen Dörfern, viele können weder lesen noch schreiben. Deshalb ist das Radio für sie eine wichtige Informationsquelle. Die Sendungen von Radio L sind lebensnah gestaltet. Sie geben Tipps zu Familie und Erziehung, Gesundheit und Ernährung, Glaube und Nachfolge. Und natürlich gibt es auch Nachrichten und Musik.
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