„Wir sind wirklich gerne dort“

Ein lächelnder Mann mit Bart und eine lächelnde Frau mit Brille stehen gemeinsam vor Palmblättern.
Markus und Jana Müller

Mar­kus und Jana Mül­ler sind seit 2022 als Mis­sio­na­re in Sam­bia. Dort grün­den sie zusam­men mit einem sam­bi­schen Ehe­paar eine Gemein­de in der Haupt­stadt Lusa­ka, die für jun­ge Men­schen all­tags­re­le­vant ist und wo sie in ihrer Per­sön­lich­keit und ihrem Glau­ben wach­sen und ihr Poten­zi­al ent­fal­ten kön­nen. Die nächs­ten Mona­te sind Mar­kus und Jana in Deutsch­land und berich­ten von ihrer Arbeit. Im Inter­view spricht Mar­kus über den Start in Sam­bia, die Hilfs­be­reit­schaft der Men­schen und was die wenigs­ten Deut­schen von Sam­bia erwar­ten würden.

Mit wel­chen Erwar­tun­gen seid ihr nach Sam­bia aus­ge­reist und haben sie mit der Rea­li­tät übereingestimmt?
Wir wuss­ten, dass es anders wird und hat­ten des­we­gen gar kei­ne so ganz kon­kre­ten Erwar­tun­gen. Wir woll­ten dabei unter­stüt­zen, dass sich eine pro­gres­si­ve Gemein­de für jun­ge Leu­te ent­wi­ckelt. Das läuft manch­mal ganz anders als gedacht. Aber es ist gut, dass wir da sind und wir sind wirk­lich ger­ne dort.

Was ist aus eurer Sicht der größ­te kul­tu­rel­le Unter­schied zwi­schen Sam­bia und Deutschland?
Ein gro­ßer Unter­schied ist, dass Sam­bier Frem­den gegen­über extrem hilfs­be­reit sind. Uns erkennt man als Aus­län­der auf­grund unse­rer Haut­far­be sehr schnell. Aber sie hel­fen nicht nur Men­schen aus dem „Wes­ten“, son­dern auch aus ande­ren afri­ka­ni­schen Ländern.

Was soll­ten Men­schen in Deutsch­land über Sam­bia wis­sen, das sie oft nicht wissen?
Sam­bia ist extrem viel­schich­tig. Es gibt Men­schen, die woh­nen in Busch­hüt­ten wie vor 500 Jah­ren, ande­re in Häu­sern wie in Deutsch­land. Das Kli­schee von Afri­ka stimmt zumin­dest nicht flä­chen­de­ckend. Es passt für man­che Regio­nen und Orte, aber für man­che eben auch nicht.

Was ist der Stand bei der Gemein­de­grün­dung in Lusaka?
Dadurch, dass wir nun für ein Jahr in Deutsch­land sind, hat die Gemein­de zum ers­ten Mal nach fünf Jah­ren bei den Got­tes­diens­ten kei­ne Mis­sio­na­re vor Ort, alles ist in den Hän­den der Sam­bier. Das läuft rich­tig gut. Manch­mal knirscht es auch etwas, aber wir sind auf einem rich­tig guten Weg. Wir freu­en uns, dann wie­der zurück­zu­ge­hen und dort zu unter­stüt­zen, wo es noch nötig ist.

Ihr habt den Pod­cast „Hearts­hift“ gestar­tet. Was steckt dahinter?
Wir haben den Pod­cast gestar­tet, weil wir fest­ge­stellt haben, dass jun­ge Men­schen im urba­nen Kon­text in Sam­bia gut Eng­lisch kön­nen, ein gro­ßes Daten­vo­lu­men auf ihrem Han­dy haben, es aber kei­ne sam­bi­schen Pod­casts gibt, wo wirk­lich eine Bibel­stel­le aus­ge­legt wird. Hier sehen wir eine Not unter jun­gen Men­schen. Für Stu­den­ten gibt es oft Stu­den­ten­ar­beit, aber nicht alle wer­den dadurch erreicht. Wir wol­len ihnen etwas anbie­ten, das zu ihnen kommt.

Du willst die Mis­si­ons­ar­beit von Mar­kus und Jana Mül­ler mit einer Spen­de unter­stüt­zen? Dann kannst du das über die­sen Link tun.

Illustration einer Person, die eine Webseite hält, umgeben von Symbolen aus den Bereichen Wirtschaft, Technologie und Kreativität.

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