Memo Bojan lebt und arbeitet seit Dezember 2023 in Kanada im Großraum Toronto. Dort ist er in der Gemeindegründung in Mississauga tätig. Zu seinen Aufgaben gehören Predigtdienste sowie Evangelisation und Jüngerschaft. Der gelernte Zimmerer wurde als Kurde im Osten der Türkei geboren. Nach seiner Bekehrung und dem Besuch einer Bibelschule engagierte er sich intensiv in der Jungschar- und Jugendarbeit, im Predigtdienst sowie bei evangelistischen Einsätzen.
In den nächsten Wochen ist er in Deutschland und berichtet von seiner Arbeit. Wir haben ihm einige Fragen gestellt.
KANADA. Ich erinnere mich gut an den Sonntagmorgen, als Hossein zum ersten Mal das Gemeindehaus betrat – höflich, etwas schüchtern, aber mit einer tiefen Sehnsucht in den Augen. Gott hatte ihn auf diesen Moment vorbereitet. Hossein – einer unter Millionen Immigranten in Toronto.
„Meine Familie nennt mich einen hoffnungslosen Fall.“ Vor der Liebenzeller Missionarin Mirjam Schmückle sitzt eine 48-jährige Frau aus Ecuador. Sie ist schon lange auf den Straßen Valencias bekannt und auch in dem Projekt Misión Evangélica Urbana. Die Stadtmission hilft entwurzelten Frauen und Männern. Das Mitarbeiterteam kümmert sich täglich um rund 80 Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung, Flucht, Gewalterfahrungen oder wegen Drogenabhängigkeit auf der Straße leben. Sie finden ein offenes Ohr, liebevolle Zuwendung, Zuspruch und Gebet. Es gibt Essen, frische Kleidung, Duschen und Beratung bei der Arbeitssuche. Und hier hören Hoffnungslose von Jesus Christus, der jeden liebt, niemanden aufgibt und neue Perspektiven schenkt.
Bengt und Eileen Riedel haben sich in Bad Liebenzell kennengelernt. Während Bengt an der Internationalen Hochschule Liebenzell Evangelische Theologie studierte, besuchte Eileen die Interkulturelle Theologische Akademie. Nach einem Jahr in der Gemeindearbeit als Pastor und Jugendpastorin im Liebenzeller Gemeinschaftsverband in Berghausen und Söllingen leben sie seit März 2021 in Malawi. Sie begleiten Pastoren und fördern Mitarbeiter. Daneben leitet Eileen eine Jugendarbeit und mehrmonatige Impact-Einsätze. Ihr gemeinsames Ziel: „Wir wollen andere zu Jesus rufen und ihnen helfen, ihre Berufung zu leben.”
Toronto gilt als die multikulturellste Stadt der Welt. Wenn man in der Metropole fragt, was denn „typisch deutsch“ sei, bekommt man häufig die gleiche Antwort: Würste, Bier, Oktoberfest.
BAD LIEBENZELL. Malawi ist ein Land voller Lebensfreude, aber auch voller Herausforderungen. Viele Menschen kämpfen täglich ums Überleben – es fehlt an Nahrung, Bildung und medizinischer Hilfe. Um diesen Menschen zu helfen, hat die Liebenzeller Mission die Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“ gestartet. Mit der Aktion sollen Menschen in aller Welt neue Hoffnung schöpfen, die keine Lobby haben. Schwerpunkt der Initiative sind besonders Regionen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen – in diesem Jahr Malawi. Seit 19 Jahren gibt es die Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“.
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