Die Liebenzeller Mission Schweiz und Liechtenstein wird ihre Vereinstätigkeit zum Jahresende beenden. Dies hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 2. September 2026 beschlossen.
Der Schweizer Zweig der Liebenzeller Mission blickt auf eine mehr als 90-jährige Geschichte zurück. In dieser Zeit wurden zahlreiche Missionarinnen und Missionare ausgesandt und Projekte in verschiedenen Ländern unterstützt. Viele Menschen kamen durch diesen Dienst mit dem christlichen Glauben in Kontakt.
Gründe für die Auflösung sind veränderte Rahmenbedingungen in der Missionsarbeit und der Verwaltung. Insbesondere der zunehmende administrative Aufwand bei gleichzeitig vergleichsweise geringem Umfang der Vereinstätigkeit hat die Arbeit erschwert. Zudem werden Missionarinnen und Missionare bereits seit längerer Zeit in vielen Bereichen durch die Liebenzeller Mission Deutschland begleitet und betreut.
Die Betreuung der aktuell mit der Liebenzeller Mission ausgesandten Missionarsfamilien wird auch künftig sichergestellt. Sie werden rechtlich bei anderen Organisationen angestellt sein. Die missionarische Begleitung erfolgt weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Liebenzeller Mission Deutschland.
Für Interessierte aus der Schweiz bleibt auch künftig die Möglichkeit bestehen, gemeinsam mit der Liebenzeller Mission in internationale Einsätze zu gehen. Die Aussendung und Begleitung von Missionarinnen und Missionaren wird weiterhin über die Liebenzeller Mission Deutschland gewährleistet. Darüber hinaus ist geplant, das Herbstmissionsfest künftig als einen „Herbstmissionsfest on Tour“-Standort regelmäßig auch in der Schweiz stattfinden zu lassen.
Missionsleiter Dave Jarsetz würdigte die jahrzehntelange Arbeit des Schweizer Zweigs und dankte allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Gebet, ihre Spenden und ihr Engagement. Zugleich blickt er dankbar auf das zurück, was Gott durch die Liebenzeller Mission Schweiz bewirkt hat: „Was in all den Jahren gewachsen ist, bleibt Teil unserer gemeinsamen Missionsgeschichte. Ein Arbeitszweig mag enden, Gottes Auftrag aber geht weiter. Vertrauen wir darauf, dass der Herr auch künftig Wege findet, Menschen mit seiner Liebe zu erreichen.“
