Liebe reinbringen in eine andere Kultur
Matthias und Katja Bachmann arbeiten seit August 2017 an der Amano-Schule in Sambia. Waisenkinder, gefährdete Kinder, Kinder von Missionaren und von wohlhabenden Geschäftsleuten lernen Seite an Seite. Reiche Eltern und Patenschaften ermöglichen mit den Schulgebühren, dass auch ärmere Mädchen und Jungen eine exzellente Schulbildung bekommen. Zu den Aufgaben von Katja und Matthias gehören Unterricht, Betreuung, Seelsorge, Jüngerschaft sowie Kinder- und Jugendarbeit. Matthias arbeitete nach dem Studium von Geschichte und Anglistik als Gymnasiallehrer. Katja hat an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal studiert und war Jugendreferentin. Zurzeit sind sie in Deutschland und berichten von ihrer Arbeit. Wir haben ihnen einige Fragen gestellt.
Ihr lebt schon seit neun Jahren in Sambia. Fühlt ihr euch dort weiterhin wohl und am richtigen Platz?
Grundsätzlich ja, aber nach neun Jahren stellen wir uns natürlich die Frage, ob mittelfristig vielleicht auch mal wieder etwas anderes dran ist.
Was ist für euch das Besondere an der Amano-Schule?
Ein christliches Profil gibt es auch an manchen Schulen in Deutschland. Das Besondere bei uns ist die Beziehungsorientierung. Wir sind ganz eng an den Schülern dran. Man kann es sich fast wie bei einer Freizeit vorstellen, die aber nicht nur ein bis zwei Wochen geht. Die ganze Situation an der Schule ist sehr familiär. In einer Klasse sind nur zehn bis 15 Schüler. Insgesamt hat die Schule 140 Schüler. Dadurch, dass wir ein Internat sind, kennt sich hier jeder.
Was sind eure größten Herausforderungen derzeit?
Die häufigen Mitarbeiterwechsel sind schon herausfordernd. Gerade, wenn man schon länger dabei ist, hofft man natürlich, dass manche Mitarbeiter auch lange bleiben. Und wenn alles sehr familiär ist, gibt es natürlich durch das enge Miteinander manchmal auch Reibung.
Was motiviert euch, weit weg von eurer eigentlichen Heimat zu leben und zu arbeiten?
Für uns sind es immer die Menschen. In Sambia vermissen wir die Menschen in Deutschland und in Deutschland vermissen wir die Menschen in Sambia. Es ist motivierend zu sehen, wie sich Menschen verändern, wenn sie ein Leben mit Jesus beginnen. Wenn aus herausfordernden Jugendlichen verantwortungsvolle Mitrabeiter werden, die begeistert mit Jesus leben und das an andere weitergeben. Circa 80 Prozent der Schüler an der Amano-Schule kommt aus Sambia. Gottes Liebe reinzubringen in eine andere Kultur, treibt uns an. Und es motiviert uns zu wissen, dass Gott uns in diese Aufgabe gestellt hat und wir uns einbringen dürfen mit dem, was er uns gegeben hat.
Könnt ihr von jemandem berichten, der in besonderem Maß von der Amano-Schule profitiert hat?
Einer der Jungs kam im Grundschulalter an die Amanoschule. Er war sehr herausfordernd und hibbelig, konnte kaum mal ein paar Minuten stillsitzen. Er hatte eine „freche Schnauze“, war aber auch unglaublich liebenswert. Seine familiären Hintergründe waren schwierig. Nur durch eine Patenschaft konnte er zu uns an die Schule kommen. Er war aber immer ein schlauer Kopf. In der zwölften Klasse stand er vor dem Rauswurf, da er im Internet illegale Dinge heruntergeladen hatte. Kurz vor der Abschlussprüfung hat er sich für Jesus entschieden und mittlerweile taufen lassen. Er besuchte danach eine Bibelschule und nutzte die freie Zeit vor seinem Studium, um ehrenamtlich an der Amano-Schule mitzuhelfen. Er hat hier Kunstunterricht gegeben und eine Art Kindergarten gemacht. Sachen, die wir nie von ihm erwartet hätten. Auch jetzt kommt er, wann immer es seine Zeit während des Studiums zulässt, an der Schule vorbei, um mitzuhelfen. Es ist schon sehr bewegend, wenn dich der Junge, der dich fast zur Weißglut gebracht hätte, heute in den Arm nimmt.
Was wünscht ihr euch für die Schüler die Amano-Schule?
Offenheit und Neugiert für Jesus. Dass sie eine gute Bidlung mitbekommen, mit der sie in ihrem Leben etwas anfangen können. Werte, die einen Unterschied in ihrem Leben machen.
Wir wünschen uns, dass sie als Persnen reifen und ihren Platz in Sambia und in der Welt finden.
Du willst die Missionsarbeit von Matthias und Katja Bachmann mit einer Spende unterstützen? Dann kannst du das über diesen Link tun.















