Die Zahl der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen ist hoch. Man geht davon aus, dass 2/3 aller Ecuadorianerinnen davon betroffen sind. Zusammen mit den einheimischen Gemeinden entwickeln unsere Missionarinnen und Missionare verschiedene Hilfsangebote für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Zukünftig soll es in diesem Rahmen ein Frauenschutzhaus geben – einen Zufluchtsort der Hoffnung für Frauen. In diesem Haus sollen sie ganzheitliche Hilfe erfahren – emotional, geistlich, praktisch.
Gesellschaftlich ist das Thema „häusliche Gewalt“ tabu. Es herrscht die Überzeugung vor, dass Frauen still leiden sollten, um „gute Ehefrauen“ zu sein. „Er schlägt dich, er tötet dich, er ist dein Ehemann“, lautet ein Sprichwort der Quichua. Dabei sind unter den Aggressoren häufig nicht nur die Partner, sondern auch oft die (Schwieger-/Stief-) Eltern. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weitgehend akzeptiert. Daher ist es für Frauen nahezu unmöglich, sich zu wehren.
Unsere Überzeugung ist, dass wir als Christen etwas dagegen tun sollten. Gott stellt sich uns in der Bibel als ein Gott vor, der Gerechtigkeit liebt, gebrochene Herzen heilt und sich auf die Seite der Unterdrückten stellt. Als Gemeinde wollen wir das widerspiegeln und denen helfen, die misshandelt werden. Wir vertrauen darauf, dass Gott den betroffenen Frauen begegnet und ein neues Leben mit neuer Identität schenkt.
Bisher gibt es ein Team von Seelsorgerinnen, die im Bereich Seelsorge für Frauen geschult wurden, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Sie sind bereits mit einigen Frauen in Kontakt, begleiten sie und beten für sie. Zudem konnte ein Seelsorge-Telefon eingerichtet werden, über dessen Nummer sich Frauen in Not melden können, was immer wieder in Anspruch genommen wird. Für die Frauen ist es ein riesiger Schritt, anzurufen oder eine Nachricht zu schreiben und um Hilfe zu bitten. Sie sind es gewohnt, Ablehnung, Vorwürfe und kein Gehör zu bekommen, wenn sie sich öffnen. Zu hoch ist die Toleranz für Gewalt gegen Frauen. Durch das Projekt Casa Ágape können betroffene Frauen eine Zuflucht finden und neue Hoffnung bekommen.
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Jeder Einzelne ist wertvoll. Deshalb investieren wir bewusst in Menschen. Deine Unterstützung für unser Projekt in Ecuador kommt an und macht einen Unterschied! Unsere Mitarbeiter arbeiten mit unseren einheimischen Partnern auf Augenhöhe und unterstützen sie langfristig. Denn eine nachhaltige Hilfe ist uns wichtig.
Einsatzland ist Ecuador
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Als Liebenzeller Mission investieren wir bewusst in Menschen. Egal, ob es Hunderte sind oder Einzelne. Weil Gottes Liebe jedem gilt, setzen wir uns gemeinsam für die Zukunft ein. Weltweit. Mit Gott von Mensch zu Mensch.
Eines der geografisch, topografisch, klimatisch und ethnisch vielfältigsten Länder der Erde – das ist Ecuador. Es ist mit über 17 Millionen Einwohnern außerdem das bevölkerungsdichteste Land Südamerikas und ungefähr so groß wie Großbritannien. Rund die Hälfte der Bevölkerung zählt zu den „Indigenas“ (Indianern). Und rund 30 Prozent der Ecuadorianer sind jünger
Aufbau von Hilfsangeboten für Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, und die Leitung des Gemeindeaufbaus in dem ländlichen Andendorf Mira, das sind die Aufgaben von Sebastian und Tabea Ruf. Seit Juni 2018 sind sie in Ecuador tätig. Beide studierten in Bad Liebenzell – Sebastian an der Interkulturellen Theologischen Akademie und Tabea
Die Missionsarbeit in Ecuador erlebt zurzeit großen Aufwind. Das wollen wir nutzen, damit noch mehr Menschen Jesus kennenlernen und mit seiner Hoffnung leben.
Edgar Luz – ehemaliger Missionar in Ecuador und Rektor der Interkulturellen Theologischen Akademie
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