ECUADOR. „Gott ist mir nahe. Ich kann auf den Gipfel eines Berges steigen, und er ist da. Ich kann in den Dschungel gehen, und er ist da. Ich kann mit meinen Eltern im Zimmer sein, und er ist da.“ Diese Zeilen stammen aus einer Geschichte, die ich kürzlich mit Nico, einem unserer Kinder-gartenkinder, gelesen habe. Es war schön, zu sehen, wie sehr sie sein Herz berührt haben.
Nico fällt das Sprechen nicht immer leicht. Manchmal ist er frustriert, weil er seine Wünsche und Gefühle nicht in Worte fassen kann. Das kann dann zu Tränen oder Wutanfällen führen. Als Erzieherin war es herausfordernd für mich, sein Vertrauen zu gewinnen. Nachdem ich diese Geschichte gelesen hatte, wollte ich sie erstmal selbst verinnerlichen und begann, für Nico zu beten. Mir war klar, dass ich mit meinen erlernten pädagogischen Methoden nicht an ihn herankam. Aber Gott kann es. Und so versuchte ich, ein Spiegelbild dieser Liebe zu sein, die nur Gott schenken kann. Im Laufe der Monate fing ich an, auf Nicos Weinen oder Schreien mit einer Umarmung oder ein paar aufmunternden Worten zu reagieren. So konnte ich immer mehr von seinem Herzen kennenlernen. Und jetzt sagt Nico gemeinsam mit mir, wenn wir die Geschichte lesen: „Gott ist mir nahe.“
Diese Erfahrung einer unserer Erzieherinnen und weitere Erlebnisse sind ein Beispiel dafür, was wir mit unserem Kindergarten anstreben. Wir möchten über die Pädagogik und den Unterricht hinaus die Herzen der Kinder mit der unerschöpflichen Liebe Gottes berühren und Werte wie Vergebung, Hoffnung, Gehorsam, Freude und Mut fördern. Unterstützt du uns dabei?
Marcel & Faith Frieß
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