MISSION weltweit – Ausgaben 2019

mission weltweit 5–6/2019 20 3 aKtuelle inFos O im internet unter: www.liebenzell.org O in der wöchentlichen Gebetsmail (bitte anfordern): www.liebenzell.org/ gebetsanliegen O in der LM-App „meine mission“ unter www.liebenzell.org/app sPenden liebenzeller mission sparkasse Pforzheim Calw iBan: de27 666500850003 3002 34 BiC: PZhsde 66 die liebenzeller mission ist als gemeinnützig anerkannt. spenden, schenkungen und Vermächtnisse müssen nicht versteuert werden. Bitte vermerken sie den beim artikel angege- benen Spendencode auf ihrer Überweisung, wenn sie diese arbeit unterstützen möchten. herzlichen dank! Mithelfen: SPENDENCoDE 1440-32 Mithelfen: SPENDENCoDE 1440-32 noch Fragen? Ja, klar! Kinder haben ständig Fragen. warum macht das Flugzeug am himmel einen weißen streifen? warum fällt das Fahrrad nicht um, wenn es fährt? warum fahren wir auto, obwohl die umwelt verschmutzt wird? Eltern können ganz schön genervt reagieren, wenn Kinder ihre Fragen stellen. Andererseits zeigen Fragen an, dass da jemand Interesse zeigt. Wer als Refe- rent tätig ist, weiß: Wenn nach einem Referat keine Fragen auftauchen, war der Beitrag entweder zu lang oder er griff zu kurz. Auf jeden Fall wurde beim Hörer wenig in Bewegung gesetzt. Die ersten gesprochenenWorte, die uns von Jesus in der Bibel überliefert werden, sind Fragen. Der Zwölfjährige will von seinen Eltern wissen: „Warum sucht ihr mich?“ (Lukas 2,49). Und auch der sterbende Jesus am Kreuz ist am Fragen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15,34b). Jesus fragte sich durch, und oft beantwortete er Fragen mit weiteren Fragen. Manchmal hat er damit Gespräche eröffnet, ein andermal auch beendet. Wenn es um Mission geht, muss gefragt werden. Da ist nichts mehr selbstver­ ständlich. Vieles ist missverständlich. Mission ist fragwürdig geworden und wird hinterfragt. Kaum ein Begriff ist so vielschichtig besetzt. Kaum ein Wort wird so unterschied­ lich verstanden. Ihre Zuspitzung erhält die Mission in der „Judenmission“. Darunter verstehen die einen: „Fortführung des Holocaust mit anderen Mitteln“ und meinen damit, dass das jüdische Volk durch Abwerbung zu einem neuen Glauben systematisch zerstört werde. Andere sagen: „Durch Judenmission geben wir Israel das Beste, was wir haben: Das Evangelium von Jesus, dem Messias Israels.“ Wenn es um Mission geht, muss gefragt werden, was der andere unter Mission versteht. Bevor es um Vorurteile in Bezug auf Mission geht, müssen wir klären, welche Urteile über Mission vorliegen. Aber nicht nur der Begriff Mission muss geklärt werden. Wenn bei unserer Mission etwas ankommen soll, muss zuerst gefragt werden. Nur wer fragt, be­ kommt heraus, wo der andere steht, was er denkt und wie es ihm geht. Nur wer nachfragt und „dahinter“ fragt, kann auch eine verständliche Antwort geben. In dieser Ausgabe finden Sie manche Fragen, aber auch gute Antworten, die zeigen, unter welcher Flagge wir Mission betreiben! Noch Fragen? Hoffentlich! Herzlich grüßt Sie aus Bad Liebenzell Ihr Pfarrer Johannes Luithle Impuls

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