MISSION weltweit – Ausgaben 2026

22 MIT IMPACT ERLEBT Ein Jahr, 10.000 Kilometer von zu Hause entfernt, in einem fremden Land mit anderer Kultur, neuer Sprache und sehr vielen Menschen – das klingt abenteuerlich. Und das ist es auch. Aber mein Jahr mit impact in Ecuador ist noch weit mehr: Es ist eine Zeit voller neuer Erfahrungen, Begegnungen und persönlicher Bereicherung. Seit sieben Monaten lebe ich nun in diesem wunderschönen Land und kann gar nicht fassen, wie viel mein achtköpfiges Team und ich schon erlebt haben. Schon zu Beginn wurde uns angekündigt, dass der Dezember einer der spannendsten Monate hier werden würde und das war nicht übertrieben. Unsere Aufgabe war es, ein Weihnachtsmusical mit Liedern, Kostümen und allem Drum und Dran vorzubereiten und aufzuführen – und das natürlich auf Spanisch, eine Sprache, die für einige aus unserem Team eine Herausforderung darstellte. Insgesamt führten wir das Stück zwanzigmal an ganz unterschiedlichen Orten auf: in einem kleinen Bergdorf auf über 3000 Metern Höhe, in der Hauptstadt Quito und sogar in einer kleinen Gemeinde im Dschungel. Keine Aufführung glich der anderen. Manchmal lief alles perfekt, manchmal wurden Sätze vertauscht und manchmal konnten wir vor Lachen fast nicht mehr reden. Aber immer ging es daEcuador – ein großes Abenteuer Beim zweiten Camp im Februar konnten wir dann aktiv mitarbeiten und die Teilnehmenden begleiten. Es war schön zu sehen, wie sehr bewegt einige von ihnen von den Andachten und der intensiven Zeit mit Gott waren. Das Verrückteste in diesen Tagen waren die Spiele zu „Carnaval“, das hier ganz anders gefeiert wird als der Karneval in Deutschland. Die Spiele haben keine Regeln, sondern nur das Ziel, die anderen so dreckig wie möglich zu machen. Kurz gesagt, ich wurde in eine Schlammgrube geworfen, mit Schaum besprüht und mit Farbe beschmiert. Neben diesen besonderen Ereignissen arbeite ich in Kinder- und Jugendclubs mit, die durch die verschiedenen Kulturen in diesem Land sehr unterschiedlich aussehen können. Durch Andachten, Lieder und Spiele darf ich jungen Menschen das Evangelium weitergeben. Darum geht es in diesem Jahr: andere mit Gottes Liebe zu prägen und selbst geprägt zu werden. Neben vielen tollen Menschen lerne ich auch Gott selbst und sein Wirken immer mehr kennen. Alina Lüdemann impact sind weltweite Einsätze, Jüngerschaftsprogramme und Freiwilligendienste der Liebenzeller Mission. Jährlich unterstützen rund 100 junge Erwachsene die missionarische, soziale und auch praktische Arbeit im In- und Ausland. Mehr: www.impact-einsatz.de In Chamanal lebte Alina bei einer ecuadorianischen Familie, um einen Einblick in den Alltag zu bekommen Bei einer Konferenz gestaltete das impact-Team das Kinderprogramm Die kleine, aber feine impact-Gruppe in Ecuador Die Jungs in der „Study Time“ hören aufmerksam zu Wohl dem, der an Wechselklamotten gedacht hat (Alina ganz rechts) FOTO: PRIVAT FOTO: PRIVAT FOTO: MICHELLE KAISER FOTO: ALINA LÜDEMANN FOTO: SANTO BAROI FOTO: PRIVAT rum, den Zuhörenden die frohe Botschaft von Weihnachten zu verkünden. Schlammschlacht zu Carnaval Ein weiterer wichtiger Teil der missionarischen Arbeit hier sind die großen, jährlichen Jugendcamps. Beim ersten Camp hier wurden wir ziemlich ins kalte Wasser geworfen. Jeder von uns war allein in einem Zimmer voller Ecuadorianer untergebracht. Das zwang uns, uns schnell an die neue Kultur und vor allem an die neue Sprache zu gewöhnen – eine echte Herausforderung, die uns schnell ankommen ließ.

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