MISSION weltweit – Ausgaben 2026

ZUM THEMA KANADA 8 Wir sind nach wie vor in Kontakt, doch er lehnt es ab, weitere Gottesdienste zu besuchen. Zu sehr ist er davon überzeugt, dass wir alles zu eng sehen. Ähnliche Spannungen erlebe ich regelmäßig in Gesprächen über sexuelle Orientierungen: Was außerhalb der Gemeinde oft als selbstverständlich gilt, stellt für uns Gläubige ein Problem dar. In solchen Momenten spüre ich: Unsere Gesellschaft ist polarisiert. Und das nicht nur in Deutschland. Auch Länder wie Kanada, die sich Toleranz und Vielfalt auf die Fahnen schreiben, erleben zunehmende Spannungen. Meinungen stehen sich oft unversöhnlich gegenüber. „Christus ist König“ eckt an Vor einigen Monaten entbrannte eine öffentliche Debatte rund um die Aussage „Christ is King“. Was für die einen ein klares biblisches Bekenntnis darstellt – „Christus ist König“ –, wurde von anderen als provokant, politisch aufgeladen oder gar ausgrenzend wahrgenommen. Besonders in den sozialen Medien lieferten sich verschiedene Internet-Persönlichkeiten hitzige Gefechte. Während die einen die Aussage als legitimen Ausdruck ihres Glaubens verteidigten, sahen andere darin ein bewusstes Abgrenzungssignal. Diese Kontroverse macht deutlich: Selbst einfache Glaubensaussagen können heute polarisieren. Genau hier stehen Christen. Nicht am Rand, sondern mitten- drin. Jesus sagt: „Selig sind, die Frieden stiften“ (Matthäus 5,9). Das ist mehr als eine wohlklingende Empfehlung – es ist ein Auftrag. Christen sollen vermitteln, zuhören, Brücken bauen, wo sich Fronten verhärtet haben. Paulus beschreibt das sehr praktisch: „Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette“ (1. Korinther 9,22). Das bedeutet: Ich versuche, mein Gegenüber wirklich zu verstehen. Ich gehe einen Schritt auf ihn zu. Aber an dieser Stelle entsteht Spannung. Denn so sehr Christen Brückenbauer sind – sie sind nicht dazu berufen, die Botschaft zu verwässern. Das Evangelium ist keine neutrale Meinung unter vielen. Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Memo Bojan unterstützt seit Oktober 2025 eine Gemeindegründung in Mississauga. Zuvor war er zwei Jahre in der Reach Community Church im nahe gelegenen Toronto tätig. Der gelernte Zimmerer wurde als Kurde im Osten der Türkei geboren. Er engagierte sich in der Jungschar- und Jugendarbeit, im Predigtdienst und bei Evangelisationen. Bei Open Doors arbeitete er als Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Rundbriefe und mehr: www.liebenzell.org/bojan Christen sollen vermitteln, zuhören, Brücken bauen, wo sich Fronten verhärtet haben. Brücken bauen und Klartext reden Jason kam regelmäßig in unsere Gemeinde und zeigte großes Interesse am Glauben an Jesus. Gleichzeitig fiel es ihm schwer, das biblische Verständnis mit dem Zeitgeist zu vereinbaren – besonders beim Thema Toleranz. Jesus als König – eine Botschaft, die polarisiert FOTOS: PRIVAT

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