23 LIEBENZELLER MISSION AKTUELL Absolvierungsfeier an der ITA Elf Studentinnen und Studenten der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) feierten am 24. Juli 2026 ihre Absolvierung. Nach drei Jahren intensiven Studiums wurden sie als „Gemeindeassistenten“ verabschiedet. Künftig werden sie Aufgaben in der Gemeinde-, Jugend- und Missionsarbeit übernehmen – sowohl in Deutschland als auch international. Parallel zu ihrem Berufseinstieg studieren sie an der Global University weiter und arbeiten auf den Bachelorabschluss in „Bible and Theology“ hin. Die Absolvierungsfeier stand unter dem Motto „Glaubens:Mut – Mit Gottes Rückenwind in die Zukunft“. Festredner war Dr. Johannes Reinmüller, Vorsitzender des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes. Er sagte, dass wir in schwierigen Zeiten leben, die aber als Chance verstanden werden könnten: „Gerade in mutlosen Zeiten berief Gott Menschen, die er durch die Berufung mit Mut ausstattete.“ Die Studentin Jenny Weber sagte zu den Dozenten: „Ihr habt nicht nur Wissen geteilt, sondern euer Leben. Das behalten wir in Erinnerung. Ihr seid uns Familie und Vorbilder geworden.“ Im September 2026 beginnen zwölf junge Menschen ihre theologische Ausbildung an der ITA. Infos zum Studienangebot: www.ita-info.de Graduierungsfeier an der IHL Die Internationale Hochschule Liebenzell (IHL) lädt zur Graduierungsfeier am 25. September 2026 um 19:00 Uhr ins Missions- und Schulungszentrum nach Bad Liebenzell ein. Rund 60 Studierende schließen ihr Bachelor- oder Masterstudium ab und übernehmen Aufgaben in Gemeinden, der Mission, Organisationen, Verbänden und Kommunen. Festrednerin ist Dr. Tina Arnold, Direktorin der Evangelischen Missionsschule in Unterweissach. Zum kommenden Wintersemester werden rund 75 neue Bachelorstudierende an der IHL erwartet. Darunter befinden sich auch die ersten Studienanfänger des neuen Studiengangs „Theologie/Deutsch“ zur Ausbildung christlicher Grundschullehrkräfte. Mehr Informationen zu allen Studiengängen: www.ihl.eu tätig gewesen war. Nach dem deutschen Angriff auf die Niederlande am 10. Mai 1940 wurde er als Niederländer mehrere Wochen in Calw und Stuttgart inhaftiert. Danach wurde er freigelassen, durfte aber weder als Missionar noch als Privatperson öffentlich sprechen oder Bad Liebenzell verlassen. Einer der Brüder meiner Mutter wurde zudem als 14-Jähriger zum Arbeitsdienst in Calw zwangsverpflichtet. Bis zur Befreiung am 8. Mai 1945 arbeitete mein Großvater in verschiedenen Häusern der Mission und kümmerte sich um deren Instandhaltung. Ansonsten wurde meine Mutter mit ihren Geschwistern und Eltern in Deutschland relativ gut behandelt. Wie sehen Niederländer heute die Deutschen? Das Verhältnis zu den Deutschen hat sich seit den 70er- und 80er-Jahren sehr verbessert. Dass wir Freunde in Deutschland hatten und immer wieder dorthin fuhren, war nie ein Thema. Rivalität gibt es nur noch beim Fußball … Genau betrachtet, hat eure Familie ja beides erlebt: Bewahrung auf der einen Seite. Wenn der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Ausreise deiner Großeltern nicht verhindert hätte, wären sie wohl mit deiner Mutter am 17. März 1943 zusammen mit den anderen Liebenzeller Manus-Missionaren von den Japanern ermordet worden.1 Und dann andererseits fast zehn Jahre später dieser tödliche Unfall. Eigentlich unfassbar. Ja, das glaube ich auch. Wir haben darüber immer wieder mit meiner Mutter gesprochen. Gottes Wege sind oft unfassbar. „Gott hat immer alles im Griff, und kein Haar fällt von unserem Kopf, das Gott nicht will“, schrieb mein Großvater in einem seiner Briefe. Und er hat recht. Das Gespräch führte Claudius Schillinger, Öffentlichkeitsarbeit 1 Im März 1943 war das Gebiet um Papua-Neuguinea Kriegsschauplatz zwischen den Alliierten und Japan. Etwa 60 westliche Zivilisten unterschiedlicher Nationalitäten, darunter viele Missionare, wurden am 15. März als vermeintliche Spione und Unterstützer der Amerikaner auf das japanische Kriegsschiff Akikaze gebracht. Auch die Liebenzeller Missionare auf der Insel Manus zählten dazu: Friedrich und Maria Doepke, Julius und Leni Gareis mit ihrem Kleinkind und Schwester Maria Molnàr. Zwei Tage darauf wurden alle Gefangenen durch japanische Marinesoldaten auf hoher See getötet. Links: Während des Zweiten Weltkriegs lebte Familie de Roo im Schwarzwaldhaus auf dem Missionsberg in Bad Liebenzell. Renate steht ganz links im Bild Rechts: Vor seiner letzten Ausreise nach Manus: Missionar Johannes de Roo im Kreis seiner Familie. Seine älteste Tochter Renate steht rechts neben ihm IHL / ITA KONKRET
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