Meine Mission – Ausgaben 2020

GANZ PRAKTISCH ANPACKEN Am Gesichtsausdruck der alten Frau konn- te ich erkennen, wie schwer es ihr fiel, sich von all den Sachen zu trennen. Bei ihrem Anblick kamen auch mir die Trä- nen. Doch ich wusste, dass sich ihre Wohn- situation sehr zum Guten verändern wür- de, und so machten wir weiter. Mit der Zeit merkte sie, wie sich unsere Entrümpe- lungsaktion positiv auswirkte. Ein breites, dankbares Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Ein Höhepunkt war der Kauf einer Matratze, die wir auf ihr Bettgestell in der Ecke legten. Nun kann sie wieder im Haus schlafen. Beim Verabschieden hat sie uns alle herz- lich umarmt. Bitte beten Sie mit, dass sich die Seniorin für Gottes Liebe öffnet und dass Maria, die sie regelmäßig be- sucht, den Mut aufbringt, ihr von Jesus Christus weiterzuerzählen! • Ramona Rudolph  ECUADOR An einem Montagmorgen fuh- ren sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich mit einem vollgepackten Auto zu einem Arbeitseinsatz in das Quichua-Dorf Calera. Maria aus unserem Bibelkreis hatte uns von einer 83-jährigen Quichua-Frau erzählt, die in armen Verhältnissen lebt und Hilfe beim Entrümpeln ihres Hauses brauchte. Von ihrer Familie verstoßen lebt sie ganz alleine. Bei der Seniorin ange- kommen, begannen wir, das vollgestopfte Haus auszuräumen. Müll und alte Sachen wurden verbrannt, Kleidung zusammen- gelegt und verstaut. Der Boden wurde ge- fegt und dreckige Töpfe geschrubbt. Wie sich herausstellte, schlief die alte Frau mit ihren acht Hunden auf einer Decke vor dem Haus. Es war unmöglich, die zwei klei- nen Räume zu betreten wegen der vielen angesammelten Sachen. Nur die Mäuse fanden sich da noch zurecht. Juni’20 Ein Tag ,  der  im  Leben   der Seniorin  viel veränderte: Ramona  und  ihr Team entrümpelten  ihr  kleines Haus  und machten  es wieder  bewohnbar.

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