MISSION weltweit – Ausgaben 2026

ZUM THEMA DEUTSCHLAND 16 FOTO: LUKAS KRAFT EIN FAN VON PARALLELGEBET Beten ist immer gut. Aber gilt das auch, wenn man dafür eine interessante Veranstaltung verpasst, um zeitgleich für diese zu beten? Beim Youth Prayer Congress und beim Pfingstmissionsfest habe ich es erlebt: Eine kleine Gruppe betete während der Hauptveranstaltungen in einem separaten Raum. Der Herr erfüllte diese Zeiten reich, leitete uns spürbar im Gebet und belohnte uns mit einem besonderen Geist des Gebets. Jedes Mal war ich selbst sehr gesegnet und neu erfüllt. Warum nicht auch beim Brezelvesper, der Kinderwoche, dem Frauenabend parallel in einem anderen Raum für die Veranstaltung beten? Schwester Susanne Schmezer, Teil der Schwesternschaft und des Bethauses „Dies Haus sei ein Bethaus“, heißt es bereits in der Gründungsurkunde des Missionshauses in Bad Liebenzell. Auf dem ganzen Missionsberg wird gebetet, doch es gibt einen Ort, der ganz dem Gebet gewidmet ist: das Bethaus. Es ist täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr für jeden geöffnet. Neben angeleiteten Gebetszeiten gibt es freie Zeiten für Gebet und Stille. Mehr erfährst du unter www.liebenzell.org/bethaus. Möchtest du mehr über die Gebetsformen wissen, schreibe an bethaus@liebenzell.org. Gott hat sich entschieden, durch Gebet zu wirken. Hier gibt das Bethaus-Team persönliche Impulse, wie Gebet im Zusammenhang mit Mission aussehen kann. WAS ICH ERLEBTE, ALS ICH ANFING, FÜR FREMDE MENSCHEN ZU BETEN Dieser Buchtitel hatte mich gepackt … Das Buch inspirierte mich, bei der Begegnung mit Menschen offen zu sein. Ich begann, Menschen anzusprechen, sie zu fragen, ob ich sie segnen oder konkret für sie beten könne. Oft kämpfe ich innerlich mit dem Gedanken: „Ist das jetzt passend?“ Doch wenn ich den Schritt wage, entstehen berührende Begegnungen. Manche sind überrascht, einige lehnen ab – aber viele sind dankbar oder tief bewegt. Eine Frau sagte: „Ich habe gestern gebetet, dass jemand für mich betet.“ Es braucht keinen perfekten Ort und keinen perfekten Zeitpunkt – nur die Bereitschaft, sich führen zu lassen, und Mut, auf Menschen zuzugehen. Angelika Süsskoch, Leitung Bethaus GEHEND BETEN – BETEND GEHEN Ein Gebetsspaziergang, bei dem du für dein Umfeld betest, kann Mission im Alltag sein. Geh einfach los und komm mit Gott ins Gespräch. Sei aufmerksam und lass dich von deiner Umgebung inspirieren. Nimm zum Beispiel eine Schule, den Park oder die Stadtverwaltung in den Fokus und bete gezielt für die Menschen dort. Wem begegnest du? Wer ist bedrängt, erschöpft, überfordert? Höre darauf, was Gott dir aufs Herz legt. Emily Thiessen, Studentin an der IHL GEBET UND MISSION HAUTNAH ERLEBEN Im Bethaus haben wir Erlebnispädagogik und Gebet vereint. Dazu führten wir eine angeleitete Übung zum Thema „Vertrauen“ durch: Alle Teilnehmer (20 bis 75 Jahre) kletterten auf eine hohe Mauer. Das war nur durch gegenseitige Unterstützung möglich. Dann erzählte ein geflüchteter Iraner, wie sein Vertrauen zu Gott auf die Probe gestellt wurde. Mit dem eigenen Erlebnis und seinem Zeugnis im Herzen beteten wir für Geflüchtete, den Iran und uns. Jonas Traub, Student an der IHL Gebet vor und hinter der Haustür

RkJQdWJsaXNoZXIy NjU1MjUy