ZUM THEMA DEUTSCHLAND 8 Ich stamme aus der Provinz Jiangxi in China. Meine Eltern waren Atheisten. Nach meinem Universitätsabschluss heiratete ich, bekam ein Kind und zog nach Deutschland, um in Chemie zu promovieren. Doch meine Ehe zerbrach und ich zog meine Tochter allein groß. Ich war verbittert und verzweifelt. Einige Jahre später lernte ich meinen heutigen Ehemann kennen, einen Deutschen. Ich glaubte, einen neuen Weg zum Glück gefunden zu haben. Doch alte Verletzungen blieben und kulturelle Unterschiede verstärkten unsere Spannungen. Wir stritten häufig. Mich quälte die Leere meines Daseins und ich dachte sogar daran, mein Leben zu beenden, sobald meine Tochter von mir unabhängig wäre. Während meiner Promotion wurde mir bewusst: Wissenschaft kann Naturgesetze nur entdecken, aber nicht erschaffen. Ich kam zu dem Schluss, dass das Universum einen Schöpfer haben muss. Doch wie konnte ich mehr über ihn erfahren? Die Wende Am Vorabend des Karfreitags 1999 betete ich zum ersten Mal: „Wenn du wirklich existierst, zeig dich mir.“ Zu dieser Zeit hatte ich noch nie vom Evangelium gehört. Dennoch spürte ich, dass es etwas zutiefst Schönes sein musste, den Schöpfer zu kennen. Fast ein Jahr später begegnete ich einer chinesischen Christin, die mich über Ostern zu einem Evangelisationscamp in Nürnberg einlud. In den frühen Morgenstunden des Karfreitags, bevor ich zum Camp aufbrach, hatte ich einen Traum. Darin stand ich giftigen Schlangen und der Angst vor dem Tod gegenüber. Doch der dreieinige Gott sagte dreimal zu mir: „Ich kann dich retten!“ Sein ruhiger und entschlossener Ton erfüllte mein Herz mit tiefem Frieden und Hoffnung. Im Camp sprach der Prediger über den Vers: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1. Mose 1,1). Tief berührt spürte ich, wie mein ganzes Wesen von Wärme durchströmt wurde – in diesem Augenblick begegnete ich Gott. Ich hatte das Gefühl, nach Hause gekommen zu sein, von Gott umarmt zu werden. Ich war ein neuer Mensch. Nach meiner Rückkehr bemerkte mein Mann eine gewaltige Veränderung. Begeistert erzählte ich allen von meiner Begegnung mit Gott, verschlang in weniger als zwei Wochen die ganze Bibel und begann, mein Leben danach auszurichten. Ich entschied mich bewusst, meinem Mann zu vergeben, und Gott rettete unsere Ehe, die kurz vor dem Scheitern stand. Klaus-Dieter und Erika Volz waren 16 Jahre als Missionare in Taiwan tätig und arbeiten seit 2009 unter Chinesen in Deutschland. Klaus-Dieter ist als Missionarskind in Papua-Neuguinea aufgewachsen. Erika ist ausgebildete Bankkauffrau. Beide haben die Ausbildung am Theologischen Seminar der Liebenzeller Mission absolviert. Sie haben zwei erwachsene Söhne. Rundbriefe und mehr: www.liebenzell.org/volz Auf der Spur des Schöpfers Peng Wei-Hong kam 1990 als Wissenschaftlerin nach Deutschland. Je mehr sie forschte, desto mehr existentielle Fragen stellte sie sich. Sie kam zu der Überzeugung: Es muss einen Schöpfer des Universums geben. Wie eine Begegnung mit Gott ihr Leben und das vieler anderer Chinesen veränderte, erzählt sie selbst. Kurz nach der Ankunft in Deutschland FOTOS: PRIVAT
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