12 6. Sind Kurzzeiteinsätze sinnvoll? Kurzzeiteinsätze dauern etwa drei Monate bis zu zwei Jahren. Für viele junge Menschen bieten sie die Möglichkeit, sich freiwillig und unentgeltlich sozial und missionarisch zu engagieren und dabei ihren Horizont zu erweitern und persönlich zu reifen. Während der Gewinn für die Kurzzeitmitarbeiter oft offensichtlich ist, wird der tatsächliche Mehrwert für die Menschen vor Ort, denen sie helfen möchten, häufig infrage gestellt. Wir sind jedoch überzeugt, dass Kurzzeiteinsätze sinnvoll sind, wenn die Projekte gut ausgewählt, die jungen Menschen sorgfältig auf ihren Einsatz vorbereitet und währenddessen begleitet werden. Genau dafür setzen sich insbesondere die Mitarbeiter unseres impactArbeitszweiges ein, das die Kurzzeiteinsätze koordiniert. Keiner unserer Kurzzeitler wird einfach losgeschickt, um sich irgendwo auszuprobieren. 6.1 Wie profitieren Menschen in den Einsatzländern von Kurzzeiteinsätzen? Viele junge Menschen sind bereit, sich einzubringen, und sie haben Zeit für Menschen und Projekte. Sie arbeiten praktisch mit, engagieren sich für Benachteiligte und werden zu Freunden für junge Menschen in den Einsatzländern. Eine Horizonterweiterung geschieht auf beiden Seiten. Wenn Einsätze in Gemeinden stattfinden, bringen Impulse von außen oft neuen Schwung oder eine andere Perspektive darauf, wie man den christlichen Glauben leben kann. In Ländern, in denen jungen Menschen wenig zugetraut wird, setzen sie ein Beispiel dafür, dass junge Menschen einen Beitrag zum Wohlergehen anderer, zur Entwicklung von Kirche und Gemeinde und zur Gesellschaft leisten können. Kurzzeiteinsätze tragen insgesamt dazu bei, einer Grenzen und Kulturen überschreitenden Christenheit Ausdruck zu verleihen. 6.2 Haben Missionare durch die Betreuung von Kurzzeitlern nicht noch weniger Zeit für ihre eigentliche Arbeit? Es ist klar, dass eine gute Begleitung von Kurzzeitmitarbeitern wertvolle Zeit und Engagement erfordert. Ein erfolgreiches und für alle Seiten gewinnbringendes Kurzzeitprogramm hängt von erfahrenen Mitarbeitern und guten, gewachsenen Beziehungen zu unseren Partnern vor Ort ab. Verschiedene Aspekte sind hier wichtig: Zum einen unterstützen manche Kurzzeitmitarbeiter langjährige Missionare, z.B. bei der Schulausbildung ihrer Kinder, und entlasten sie dadurch. Andere Kurzzeitmitarbeiter stärken den Dienst der Missionare und Gemeinden vor Ort in einem Maß, dass sich die investierte Zeit für die Begleitung voll und ganz lohnt. Einige unserer Mitarbeiter, die Kurzzeitprogramme koordinieren, fühlen sich von Gott genau zu dieser Aufgabe berufen. Nicht zuletzt sind Kurzzeiteinsätze beides: Eine bewusste Investition in die junge Generation und ein Teil der Nachwuchsförderung. Ein beachtlicher Teil der jungen Leute engagiert sich nach den Einsätzen ehrenamtlich in Jugendkreisen und Gemeinden, und viele entscheiden sich für ein Studium, das sie auf die Mitarbeit in der Mission oder in Jugend- und Gemeindeverbänden vorbereitet.
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