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Dienstag 05. November 2019 - 09:00

Mission unter umgekehrten Vorzeichen

Cristian Beltran Gern (Hintere Reihe, 4. von rechts) fühlt sich wohl in Deutschland.

DEUTSCHLAND. Seit 120 Jahren sendet die Liebenzeller Mission Missionare in alle Welt aus, damit Menschen Gottes rettende Liebe kennenlernen. Doch nun kommen aus den Einsatzländern Christen nach Deutschland, um hier das Evangelium weiterzugeben  – so wie der Chilene Cristian Beltran Gern. Der Kurzzeit-Missionar arbeitet seit April für ein Jahr in den Liebenzeller Gemeinschaften in Bruchsal und Heidelsheim mit.
Der 28-jährige studierte Business Engineer und Religionslehrer wuchs in einer christlichen Familie mit zwei Schwestern auf; eine davon arbeitet als Missionarin. Zur Liebenzeller Mission kam er in Kontakt über die Arbeit von Andrés und Katrin Vergara. Sie bereiten seit Juli 2017 mit der Partnerorganisation „Provision“ junge Südamerikaner für den kulturübergreifenden Missionsdienst vor und begleiten sie. Andrés unterrichtet an Bibelschulen. Örtliche christliche Gemeinden sollen außerdem ihr Herz für die Mission entdecken und befähigt werden, Chilenen Jesus Christus bekanntzumachen.
 
„Die Menschen begegnen mir sehr freundlich!“
 
Cristian gibt nun für ein Jahr in Deutschland die Frohe Botschaft weiter. Um Deutsch zu lernen, hat er eine Sprachschule besucht. Er lernt unter Anleitung von Gemeinschaftspastor Matthias Lüdemann außerdem die Arbeit christlicher Gemeinden in Deutschland kennen. Der Chilene bringt sich in die Kinder- und Jugendarbeit ein, besucht Gemeindemitglieder und engagiert sich bei einem Bibelkreis für Arabisch und Farsi sprechende Flüchtlinge. Sehr gerne spielt er Klavier, Gitarre und Bass bei Gemeindeveranstaltungen. Und hat er in Deutschland schon einmal Erfahrungen mit Anfeindungen gemacht? „Nein, überhaupt nicht. Die Menschen begegnen mir sehr freundlich!“
 
„Menschenherzen in Deutschland und Chile sind gleich“
 
Ihn begeistert, dass zu den Liebenzeller Missionsfesten Tausende von Christen zusammenkommen und Gottesdienste feiern. Ebenso beeindruckt ihn, wie viele Möglichkeiten Christen hier haben, Jungen und Alten das Evangelium nahezubringen.
Und worin unterscheiden sich die Christen in Deutschland und Chile? In seinem Heimatland stehen die Menschen beim Singen auf, die Musik ist flotter und ein Gottesdienst dauert dort immer mehr als zwei Stunden. „In Deutschland sind es fast immer exakt 60 Minuten“, berichtet er lachend. Ihm gefällt, dass sich die Christen in Deutschland viel Zeit für die Gemeinschaft für Gesellschaftsspiele nehmen. Das sei immer sehr lustig und das fehle ihm in Chile. „Aber die Menschenherzen in Deutschland und Chile sind gleich“, so sein bisheriges Fazit.