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Dienstag 05. März 2019 - 13:33

Interkulturelle Kompetenz in der multikulturellsten Stadt der Welt erlernen

KANADA. Eine Schlüsselqualifikation, die jeder Missionar und jeder benötigt, der mit Menschen aus anderen Kulturen arbeitet, ist die sogenannte „interkulturelle Kompetenz“: in der Lage sein, sich in fremde Kulturen hineindenken und Menschen aus anderen Ländern angemessen helfen zu können, die anders denken und handeln. Genau das lernen seit Mitte Januar elf Studenten und eine Ehefrau der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) der Liebenzeller Mission in Toronto. Sie gilt als multikulturellsten Stadt der Welt.

Sechs Monate leben die Studenten in Kanada. Die Zeit in der Millionenmetropole wird bewusst praxisnah gestaltet. Die Studenten verbessern ihr Englisch an einer Sprachschule, lernen im „Intercultural Ministry Training“ Verständnis für andere Kulturen und üben den Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern ein. Außerdem belegen sie theologische Kurse unter anderem am „Toronto Baptist Seminary“. Dazu helfen sie in christlichen Gemeinden zum Beispiel in der Obdachlosenarbeit, geben Englischkurse für Einwanderer, engagieren sich in der Kinder- und Jugendarbeit und gestalten Gottesdienste mit. Dabei stehen ihnen immer fachkundige Mentoren zur Seite. Alle Studenten leben im „Liebenzell House“, das sich in unmittelbarer Nähe des Lake Ontario befindet. Dort wohnen sie mit Erin und Adam Marshall zusammen, die viele Jahre im Ausland für verschiedene christliche Organisationen arbeiteten und für die Begleitung der Studenten zuständig sind. „Bislang gab es noch keinen, dem die Zeit in Kanada nicht gefiel“, sagt Birgit Hartmann, die das Sekretariat der ITA leitet. Alle kämen bereichert, verändert und gereift aus Übersee zurück.

Das Auslandssemester in Kanada hat inzwischen Tradition: Seit der Gründung der ITA im Jahr 2012 verbringen Studenten immer ein halbes Jahr während ihres ersten Studienjahres in Toronto. Dazu kommt neben dem Studium in Bad Liebenzell ein viermonatiges Praktikum in einer Gemeinde im dritten Studienjahr. 40 Studenten haben inzwischen das Ausbildungsprogramm erfolgreich durchlaufen. Sie arbeiten inzwischen unter anderem als Missionare, Jugendreferenten und Gemeinschaftspastoren.