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Sambia

Mungwi-Klinik in Sambia

In wenigen Tagen wird er erfahren, dass er Aids hat.

Anfang der 90er Jahre wurde dieses Buschkrankenhaus im Norden Sambias von der Liebenzeller Mission aufgebaut. Die Klinik hat 30 Betten und 13 kleine Außenstationen in den umliegenden Dörfern über die hauptsächlich Impfaktionen laufen. Jeder der 13 Außenbezirke umfasst zwei bis fünf Dörfer. Jedes Dorf ist mit ein bis zwei Dorfgesundheitshelfern und einer Dorfhebamme besetzt.  Seit 2005 werden Ausbilder für die Heimpflege geschult, die  Helfer in den Dörfern anleiten sollen die Versorgung chronisch Kranker (meist Aidsbetroffene) sicherzustellen.

 

Im direkten Einzugsgebiet der Klinik leben ca. 20 000 Menschen. Außerdem befindet sich ein Internat mit über tausend Oberschülern in Mungwi.

 

Isolierstation

Die Klinik  verfügt über eine Isolierstation. Dadurch können Patienten mit ansteckenden Krankheiten, wie z.B. Tuberkulose, aufgenommen werden. In dem Tuberkulose-Nachsorge-Programm sorgen speziell ausgebildete Helfer dafür, dass die Patienten ihre Medikamente regelmäßig einnehmen. Sie haben auch die Aufgabe den Patienten nachzugehen, die die langwierige Behandlung von 8 Monaten abbrechen.

 

HIV/Aids 

Bislang werden an der Mungwi-Klinik etwa 350 Patienten behandelt, die mit HIV infiziert sind. Im Einzugesgebiet der Klinik leben jedoch bis zu 3 000 infizierte Personen.

Daher wurden zehn Klinikmitarbeiter im Bereich HIV/Aids geschult. Zusätzlich wurden 30 Dorfgesundheitshelfer, 20 Pastoren und 20 Dorfhebammen ausgebildet um in den Dörfern präventive Maßnahmen gegen Aids zu ergreifen.  

Betroffene werden vom einheimischen Klinikseelsorger seelsorgerlich betreut. 

 

Mutter-Kind-Programme

Für HIV positive schwangere Frauen gibt es ein spezielles Behandlungs- und Betreuungsprogramm mit medikamentöser Versorgung.

Müttern mit dem Virus wird Milchpulver zur Verfügung gestellt, damit eine HIV-Übertragung durch das Stillen ihrer Babys verhindert werden kann.

Jährlich werden etwa 20 000 Kinder unter fünf Jahren im Mutter-Kind-Programm behandelt, gewogen und geimpft.  Den Müttern wird eine Ernährungsberatung angeboten. Von den gewogenen Kindern sind durchschnittlich 5-10% stark untergewichtig.

 

Weitere (Jahres-)Zahlen aus dem Klinikalltag:

  • ca. 25 000  ambulante Patienten (hauptsächlich wegen Malaria, Atemwegs- und Hauterkrankungen, Unfälle)
  • ca. 2 500 stationäre Patienten 
  • ca. 500 Geburten
  • ca. 4 000 Frauen zur Schwangerschaftsvorsorge
  • ca. 30-40 Tuberkulose Patienten 

 

Die Liebenzeller Mission beteiligt sich monatlich mit 1 200 EURO an den Medikamentenkosten und den sonstigen laufenden Kosten. Die Gehälter für das einheimische medizinische Personal zahlt der sambische Staat. Eine Ärztin sowie ein Krankenpfleger der Liebenzeller Mission sind derzeit an der Klinik tätig.