Sie sind hier: Home / Weltweit / Arbeitsgebiete / Sambia / Bibelschule Fiwale Hill
Sambia

Bibelschule in Fiwale Hill

Fiwale Hill Bibel Schule - Theologie mit Herz und Verstand

Ceazar Mwanja kam 2008 an die Bibelschule. Er wuchs im Süden Sambias auf. Sein Vater und Großvater hatten beide sieben Frauen. Nachdem sein Vater starb, lebte er zunächst bei seinem Großvater, der Mitglied einer „christlichen“ Sekte war. Sein Kopf wurde kahl rasiert und ihm wurde erklärt, dass er nun Christ sei. Später lebte er bei einem Onkel, von dem er weglief. Schlussendlich fand er bei seiner Mutter wieder ein Zuhause und eine christliche Gemeinde.

„Ich war der jüngste unter den Studenten. Der Unterricht, die gemeinsamen Arbeitszeiten und Einsätze veränderten und formten mich.“  Heute ist Ceazar Mwanja Pastor einer Gemeinde in der Hauptstadt Lusaka. Sonntags trifft sich die 150 Mitglieder zählende Gemeinde in einem Klassenzimmer zum Gottesdienst.

 

Seit über  50 Jahren investieren einheimische Leiter und Missionare in die theologische Ausbildung von jungen Menschen an der Fiwale Bibelschule.  Seither wurden viele Sambier ausgebildet und durch ihr missionarisches Engagement sind neue Gemeinden entstanden.

Doch der Bedarf an Pastoren, Evangelisten und Gemeindegründern innerhalb den drei Kirchenverbänden der Baptisten Union Sambias bleibt weiterhin groß. In den ca. 1 000 Gemeinden hat im Moment nur etwa jede fünfte einen eigenen Pastor.

 

Ausbildung: Dieser Aufgabe hat sich die Fiwale Hill Bibel Schule verschrieben. Fiwale liegt ca. 30 Autominuten südlich der Großstadt Ndola, im Herzen des Kupfergürtels. Fiwale bietet Platz für 20-25 Studenten, die meistens mit Familie kommen und in kleinen Häusern auf dem Schulgelände wohnen können. Ein dreijähriges Program bereitet die Studenten auf ihre zukünftige Aufgaben vor.

 

Eine Frage, die die Lehrkräfte ständig bewegt ist: Welche Elemente muss ein gute Ausbildung für Pastoren im 21. Jahrhundert in Sambia enthalten? Ein Land, das einen starken wirtschaftlichen und kulturellen Wandel erlebt und große soziale Unterschiede aufweist. Ein Land, in dem mittlerweile viele der Studenten in zerbrochenen Familienstrukturen aufgewachsen sind.

Das Vermitteln von Wissen und einem soliden biblischen Verständnis ist weiterhin wichtig. Doch die Studenten brauchen auch Begleitung und Hilfe für ihre Charakterbildung. Gesprächsgruppen, gemeinsame Arbeitszeiten und Einsätze in Gemeinden gehören deshalb genauso zum Programm wie Bibelkunde oder Kirchengeschichte.

 

Die Liebenzeller Mission unterstützt 7 Studenten durch Stipendien. Die Aufwendungen betragen pro Student/Jahr ca. 1 300 Euro. Auch die Heimatgemeinden der Studenten beteiligen sich an den Ausbildungskosten.

 

Zusätzlich wird ein einheimischer Lehrer mit 300 Euro monatlich unterstützt.