Sozialmissionarisches Zentrum für Gemeindebau und Straßenkinder in Jekaterinbugr/Russland

Armut und Reichtum
Jekaterinburg (1,33 Mio Einwohner) ist nach Moskau und St. Petersburg die drittgrößte Stadt Russlands und liegt an den östlichen Ausläufern des Urals. Unübersehbar sind westliche Einflüsse und Konsumorientierung.
Doch neben Reichtum für Wenige gibt es auch die andere Seite: bettelnde "Babuschkas"; Alte und Arme, die den Müll nach Essbarem und Brauchbarem durchwühlen; Obdachlose und Straßenkinder, die ein warmes Quartier für die kalten Nächte suchen.
Herausforderung Gemeindebau
In dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Atheismus und Orthodoxie, Armut und Reichtum arbeiten die Mitarbeiter der Liebenzeller Mission seit Anfang 2001 innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche.
Begonnen wurde die Arbeit mit dem Aufbau einer Gemeinde die sich bisher zu Veranstaltungen in angemieteten Räumen trifft. Unter dem ehemaligen sowjetischen Regime wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche in den 50er Jahren enteignet und das Kirchengebäude gesprengt.
Unerwartet wurde von der Regierung im Herbst 2005 ein Grundstück als Wiedergutmachung für den Bau einer Kirche angeboten.
Sobald die endgültige schriftliche Grundstückszusage vorliegt, soll ein Kirchengebäude mit integrierten Sozialräumen für die begonnene Straßenkinderarbeit darauf erbaut werden. Da diese Zusage bislang noch nicht vorliegt, suchen die Mitarbeiter vor Ort parallel dazu eine Gebrauchtimmobilie in der sich die Pläne verwirklichen lassen können.
Herausforderung Straßenkinder
Die Behörden sprechen von 1 200 Straßenkindern in der Stadt, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Sie leben entweder unter der Erde auf den Rohren der Fernheizung oder in Kellern. Diese entwurzelten Kinder sollen den Weg zurück in ein normales Leben finden.
Bisher konnten unsere Mitarbeiter Kontakt zu ca. 40 Straßenkindern knüpfen. Einmal wöchentlich kommen 10 bis 15 Kinder aus dieser Gruppe zu einem warmen Mittagessen. Das Hören auf biblische Geschichten und gemeinsames Spiel runden das Programm ab. Seit Mitte 2007 arbeitet eine russische Sozialarbeiterin bei der Betreuung dieser Kinder mit.
In eigenen Räumen könnte diese Arbeit intensiviert und ausgebaut werden.
Die Kosten für das Gebäude betragen ca. 200 000 Euro.
Bei Überweisungen bitte angeben: "SPC 1832-35"
