Aufgaben der Liebenzeller Mission in Papua-Neuguinea
Missionen bauten erste Schulen
Wenn man heute von Papua-Neuguinea und seiner Entwicklung spricht, kann man das nicht tun, ohne die verschiedenen Missionen zu nennen, die einen ganz entscheidenden Teil zur Entwicklung des Landes beigetragen haben. Bis heute ist deshalb die Regierung von Papua-Neuguinea den Missionen gegenüber sehr freundlich und aufgeschlossen. Es waren Missionare, die die ersten Schulen errichtet und die Menschen ausgebildet haben. Bis heute gibt es Regierungsmitglieder, die Missionsschulen besuchten. Missionare brachten medizinische Hilfe und haben den Frauen Neuguineas eine anderen Stellung verschafft.
Zwischen 1874 und 1914 begann die Londoner Missionsgesellschaft, die Neuendettelsauer Mission, die Rheinische Mission, eine katholische Missionsgesellschaft, die methodistische Mission von Australien und die Liebenzeller Mission mit der Arbeit in Papua-Neuguinea. Die Liebenzeller Mission begann unter der Mithilfe der Methodisten 1914 auf Manus. Zehn Jahre dauerte es, bis am 23. März 1924 der erste Manuese getauft werden konnte, ein ehemaliger Kannibale. Seit 1947 gab es von Manus aus Kontakte nach Neuguinea. 1963 stieg die Liebenzeller Mission bei der South Sea Evangelical Mission ein, die seit 1948 in der Ostsepik-Provinz arbeitete.In ihrem Arbeitsgebiet gab es immer noch viele Pioniersituationen bis in die 1970er Jahre hinein.
Seit 1977 arbeiten Liebenzeller Missionare auch in Neubritannien. Während noch bis in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts unerreichte Gebiete bestimmten Kirchen bzw. Missionen zugeteilt wurden, kamen in den letzten Jahren viele neue Bewegungen und auch Sekten aus den USA und Australien, was zu einer starken Zersplitterung der Christen bis hin in die Dörfer führte.
Missionsarbeit im Wandel
Als Papua-Neuguinea 1975 von Australien in die Unabhängigkeit entlassen wurde, erhielten auch die meisten einheimischen Kirchenverbände ihre Selbstständigkeit. Das Land ist ein christliches Land. Sollten die Missionare auf diesem Hintergrund nicht schleunigst nach Hause gehen? Verantwortliche Pastoren und Gemeindeleiter sagen uns: "Wir sind in Christus durch seinen Heiligen Geist lebendig gemacht. Er lebt in uns, er führt uns. Aber wir möchten, dass ihr uns noch beisteht, die Gemeinden solide zu gründen, die Strukturen fruchtbar zu gestalten." Unsere Missionare arbeiten deshalb als Bibelschullehrer, Distrikt-Missionare, Lehrer und in den Elendsvierteln der Städte. Der Schwerpunkt liegt in der Schulungsarbeit und im Dienst für Randgruppen in den "Settlements" (Elendsvierteln) und in entlegenen Gebieten. Ein weiteres Ziel der Liebenzeller Missionare ist es, den neuguinesischen Gemeinden zu helfen, selbst Missionare in andere Länder auszusenden.
So arbeitet seit Anfang 2010 eine Missionarsfamilie von der Insel Manus in dem ostafrikanischen Land Malawi.
Bei Überweisungen bitte angeben: „SPC 1200-35"



