Aufgaben der Liebenzeller Mission in Niger
Niger ist das größte Land Westafrikas, vergleichsweise 3 ½ mal so groß wie Deutschland und hat 11,2 Millionen Einwohner. Zwei Drittel der Landesfläche, von der nur 3,9 % landwirtschaftlich nutzbar ist, ist Wüste. Zum Teil muss sie künstlich bewässert werden. Das Klima ist vorwiegend trocken-heiß. Es kann so heiß sein, dass der selten fallende Regen verdampft, bevor er zu Boden fallen kann. Ackerbau beschränkt sich auf den Süden. In den Trockengebieten des Sahel (südlich der Sahara) wird Viehzucht betrieben. Insgesamt sind nur 4 % aller Erwerbstätigen in der Industrie beschäftigt. Die Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei 41,5 Jahren und trotz der hohen Kindersterblichkeit (114 Sterbefälle von 1000 Lebendgeburten) wächst die Bevölkerung pro Jahr um knapp 3 %. Der Islam ist Volksreligion, 97 % sind sunnitische Muslime. Neben den Stammes- und Naturreligionen gibt es nur eine kleine christliche Minderheit.
Im Sommer 2005 ist die Liebenzeller Mission erneut in die medizinische Arbeit in Niger eingestiegen. Seitdem ist Dr. Esther Pflaum, die bisher als Gynäkologin und Allgemeinmedizinerin in mehreren afrikanischen Ländern tätig war, in einem 100-Betten-Krankenhaus in Galmi beschäftigt. Dies Allgemeinkrankenhaus wurde bereits 1950 von der SIM („Serving in Mission“), einer internationalen evangelikalen Missionsgesellschaft gegründet. Die Schwerpunkte der Arbeit von Dr. Esther Pflaum sind Geburtshilfe, Gynäkologie und die Weiterbildung von einheimischen Mitarbeitern.



