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Mongolei

Aufgaben der Liebenzeller Mission in der Mongolei

Seit 1995 arbeiten von der „Liebenzeller Mission Japan“ ausgesandte Mitarbeiter in der Gemeindearbeit in Ullan-Bator. Nur 0,03 % der 2,6 Millionen Einwohner der Mongolei sind Christen.

 

Nach rund 250 Jahren der chinesischen Vorherrschaft war die Mongolei Anfang des 20. Jahrhunderts untern sowjetischen Einfluss geraten. Als Ergebnis davon wurde sie 1924 zum zweiten kommunistischen Staat der Welt. Knapp 70 Jahre später befreite sich das zentralasiatische Land, und am 12. Februar 1992 trat eine neue demokratische Verfassung in Kraft.

 

Der Wechsel von einer von der UdSSR abhängigen, zentral geplanten Wirtschaft zu einer Marktwirtschaft gestaltete sich jedoch traumatisch und führte zu einer wirtschaftlichen und sozialen Krise: Nahezu ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut, Arbeitslosigkeit ist oft zum Dauerzustand geworden, viele Familien zerbrechen. Viele Kinder sind unterernährt. Immer mehr von ihnen müssen auf der Straße leben. Kriminalität, Korruption, und Alkoholismus sind die erschreckenden Folgen einer entwurzelten Gesellschaft.

 

Nach 70 Jahren Kommunismus hatten die meisten Menschen keinen Bezug mehr zu einer Religion. Der lamaistische Buddhismus wurde unter der kommunistischen Regierung stark unterdrückt. Nach der friedlichen Revolution von 1990 wurde die marxistische Ideologie widerrufen, und der lamaistische Buddhismus wurde wieder belebt. Er erlebt seither ein stetes Comeback. Die Religionsfreiheit wird zwar von der Verfassung garantiert, allerdings werden die Hauptreligionen Buddhismus, Schamaismus und Islam besonders geschützt. Religiöse Gruppen wie die Mormonen, Zeugen Jehovas oder die Bahaii-Sekte erleben ein starkes Wachstum.

 

Christliche Gemeinden in der Mongolei genießen gegenwärtig eine bisher nicht gekannte Freiheit. Die christlichen Gemeinden erleben ein starkes Wachstum, besonders in der Hauptstadt Ullan-Bator, in der ca. ein Viertel der Bevölkerung lebt.