"Ubwenzi" Dorfentwicklungsprojekt/Chilonga
Aidsproblematik
Malawi gehört zu den Ländern der Erde, in denen die Aidsseuche am schlimmsten wütet. Man rechnet damit, dass etwa ein Viertel der 11 Millionen Malawier das tödliche Virus in sich trägt. Vor allem Jugendliche sind gefährdet, sich anzustecken und die Krankheit weiter auszubreiten. Schon jetzt sterben landesweit jeden Tag 140 Personen an der Immunschwäche-Krankheit. Die Leidtragenden sind besonders die Kinder, die als Halb- oder Vollwaisen ihr Leben fristen müssen. Schätzungen zufolge kann ihre Zahl bis ins Jahr 2010 auf über 1,5 Millionen anwachsen.
Aidswaisen
Familie Urschitz lebt seit 1996 in Malawi und war von 2002 bis Ende 2007 in dem Aidswaisenhilfsprojekt "Save Orphans Ministry" engagiert. Zusammen mit einheimischen Mitarbeitern betreuten sie in sieben Dörfern über 500 Kinder und bauten einen Kindergarten für 60 Kinder auf.
Diese Arbeit wurde nun vollständig in einheimische Hände abgegeben.
"Ubwenzi" - Dorfentwicklungsprojekt/Chilonga
Dieses Wort aus der Chichewa-Sprache bedeutet Freundschaft und bezeichnet das neu begonnene Projekt der Liebenzeller Mission.
Seit Mitte 2007 ist die Liebenzeller Mission mit den Familien Urschitz und Bos in einem Dorfentwicklungsprojekt im Chilongagebiet engagiert.
Chilonga und 8 weitere benachbarte Dörfer mit etwa 10 000 Einwohnern liegen ca. 30km südlich des Malawi-Sees und befinden sich an der Grenze von drei Landkreisen. Diese abgeschiedene Lage führt zu einer starken Vernachlässigung des Gebietes, da sich keiner für die Dörfer zuständig fühlt.
Es gibt kaum Infrastruktur, nur wenige Erdstraßen in sehr schlechtem Zustand.
An den beiden staatlichen Schulen unterrichten (bzw. beaufsichtigen) zwei Lehrer 900 Kinder, weil nur wenige Lehrer bereit sind, in dieser abgelegenen Gegend zu arbeiten und zu wohnen.
Am kleinen Krankenhaus arbeitet eine Hilfskrankenschwester die lediglich eine zwei-wöchige Ausbildung absolviert hat.
Die meisten Bewohner sind Kleinbauern, die von der einen Regenzeit im Jahr abhängig sind.
Auch die Trinkwasserversorgung ist sehr schlecht. Im gesamten Einzugsgebiet gab es bislang nur vier funktionierende Brunnen.
Die Frauen mussten bisher zwischen zwei und neun Kilometer zu Fuss mit dem Eimer auf dem Kopf zum Trinkwasser holen gehen. Inzwischen wurden mit Unterstützung der Liebenzeller Mission drei weitere Brunnen gebohrt, weitere Bohrungen sind für 2008 geplant.
In diesem Dorfentwicklungsprojekt soll unter Einbindung und Mithilfe der Dorfbevölkerung die schulische und medizinische Situation sowie die Ernährungssituation verbessert werden.
Bei Überweisungen bitte angeben: „SPC 1673-35 "Ubwenzi Dorfentwicklung/Chilonga".
