"Ubwenzi" Dorfentwicklungsprojekt/Chilonga
Aidsproblematik
Malawi gehört zu den Ländern die stark von Aids betroffen sind. Vor allem Jugendliche sind gefährdet, sich anzustecken und die Krankheit weiter auszubreiten. Schon jetzt sterben landesweit jeden Tag 140 Personen an der Immunschwäche-Krankheit. Die Leidtragenden sind besonders die mehr als 550 000 Kinder, die als Halb- oder Vollwaisen ihr Leben fristen müssen.
"Ubwenzi" - Dorfentwicklungsprojekt/Chilonga
Seit Mitte 2007 ist die Liebenzeller Mission mit mehreren Mitarbeitern im Dorfentwicklungsprojekt "Ubwenzi" im Chilongagebiet engagiert.
"Ubwenzi" ist ein Wort aus der Chichewa-Sprache und bedeutet Freundschaft. Im Verständnis der Malawier beinhaltet dieser Name weit mehr als reine Freundschaft. Er bedeutet Brücken schlagen zwischen Völkern, Unterschiedlichkeiten überwinden, einander die Hand reichen, füreinander da sein, in Liebe und Mitgefühl einander begegnen...
Unser größtes Anliegen ist, dass die Menschen im Chilongagebiet Gottes Freundschaft und Vergebung erfahren.
Chilonga und 9 weitere benachbarte Dörfer mit etwa 10 000 Einwohnern liegen ca. 50km (davon 30km Erdstraße) westlich vom südlichsten Teil des Malawi-Sees und befinden sich an der Grenze von drei Landkreisen. Diese abgeschiedene Lage führt zu einer starken Vernachlässigung des Gebietes, da sich keiner für die Dörfer zuständig fühlt.
Es gibt kaum Infrastruktur, nur wenige Erdstraßen in sehr schlechtem Zustand.
An der staatlichen Schule im "Ubwenzi-Einzugsgebiet" unterrichten (bzw. beaufsichtigen) vier Lehrer 900 Kinder, weil nur wenige Lehrer bereit sind, in dieser abgelegenen Gegend zu arbeiten und zu wohnen.
Am kleinen Krankenhaus arbeitet eine kaum ausgebildete Hilfskrankenschwester und ein Gesundheitshelfer.
Die meisten Bewohner sind Kleinbauern, die von der einen Regenzeit im Jahr abhängig sind.
Auch die Trinkwasserversorgung ist sehr schlecht. Manche Frauen müssen bis zu neun Kilometer zu Fuss mit dem Eimer auf dem Kopf zum Trinkwasser holen gehen. Mit Unterstützung der Liebenzeller Mission konnten bereits drei Brunnen gebohrt werden.
Unter Einbindung und Mithilfe der Dorfbevölkerung soll die schulische, die medizinische und die Ernährungssituation verbessert werden.
Für Kinder und Jugendlichen werden verschiedene Programme und Aktivitäten angeboten.
Kindergarten
Im März 2011 öffnete der Kindergarten "Madalitso" (=Segen) seine Pforten. 60 Kinder werden von drei Erzieherinnen und einem Erzieher betreut.
Schule
Die Planungen laufen, auch mit einer Grundschule zu beginnen.


