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Malawi

Chisomo-Ausbildungszentrum in Malawi

Malawi ist ein kleines Land im südlichen Afrika. Fast 90% der Bevölkerung lebt auf dem Lande, zum Teil in sehr ärmlichen Verhältnissen. Gleichzeitig ist Malawi ein Land, in dem sich 70% der Bevölkerung zum Christentum bekennen. Die meisten Gemeinden können sich aber finanziell keinen eigenen Pfarrer leisten. Der einheimische Kirchenverband EBCM hat deshalb die Liebenzeller Mission gebeten, bei der Ausbildung von Dorfpastoren zu helfen.

Chisomo-Zentrum:

Als Antwort auf diesen Hilferuf ist in Mbere, im Südosten von Malawi, das "Chisomo-Zentrum" entstanden. Die Studenten erhalten dort eine doppelte Ausbildung: eine biblisch-theologische für den Pastorenberuf und eine handwerkliche, damit sie sich im Dorf ihren Lebensunterhalt selber verdienen können. Schreiner und Pastor - dieses Konzept hat sich in Malawi  bewährt.

Bibelschule 2011/12:
Verantwortlich für den Bibelschulbetrieb ist  unser Mitarbeiter Joachim Berger. 

17 Studenten besuchen den jetzigen Kurs. Fünf der Studenten sind verheiratet und mit ihren Ehefrauen da.

Es werden nur solche Studenten aufgenommen, die von ihrer Gemeinde geschickt und unterstützt werden. Die Unterstützung erfolgt durch einen Sack Mais, der aber für eine Familie nur für etwa einen Monat zur Ernährung ausreicht. Doch so wird in den Gemeinden das Bewusstsein gefördert, dass die Ausbildung in Chisomo ihre Sache ist.

Unterricht:
Während der 10-monatigen Schulzeit (September bis Juni) haben die Studenten vormittags theologischen Unterricht und nachmittags erfolgt die praktische Ausbildung in der Schreinerwerkstatt. Diesen Unterricht erteilen zwei einheimische Mitarbeiter, die vor einigen Jahren selbst einmal in Chisomo zur Ausbildung waren. Bei den biblisch-theologischen Fächern hilft ein malawischer Pastor mit. Zudem sind noch ein Koch und ein Hausmeister angestellt.

Die Frauen der Studenten erhalten neben dem biblischen Unterricht auch Lese- und Schreibunterricht. Diesen Unterricht verantwortet unsere Mitarbeiterin Marion Engstler.

Landwirtschaft:

Neben allem Unterricht bekommen die Studenten auch ein kleines Feld zugeteilt, dass sie bewirtschaften können. Die Erträge (i.d.R. Mais) können sie mit nach Hause nehmen oder verkaufen.

Kosten:

Die Aufwendungen für den Schulbetrieb belaufen sich auf  ca. 2 800 € im Monat. Geplant ist schon lange  Anschluss an die öffentliche Stromversorgung zu bekommen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 6 000 €.