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Frankreich

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Liebenzeller Mission
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Aufgaben der Liebenzeller Mission in Frankreich

In den 80er-Jahren bekam die Liebenzeller Mission verschiedene Anfragen für eine missionarische Arbeit in Frankreich. Bisher hatte sie eine Arbeit in Europa nicht in Erwägung gezogen. 1987 begann die erste Missionarsfamilie mit dem Französisch-Studium an der baptistischen Sprachschule “Les Cèdres” in Massy bei Paris. Dank der großen Spende einer Französin aus dem Elsass konnte 1989 ein Wohnhaus mit Versammlungssaal in der normannischen Kreisstadt Saint-Lô sowie das ehemalige katholische Pfarrhaus von Saint-Aubin-du-Perron auf dem Land erworben werden. Letzteres wurde in jahrelanger Eigenarbeit zum Missionszentrum ausgebaut und im Jahr 2000 offiziell eingeweiht. Missionscamps, Gemeindetreffen und -schulungen, Freizeiten und Kindertage finden dort statt. Von Beginn an war es das Zentrum der Pionierarbeit in der Niedernormandie.

 

Auch in den Kleinstädten des Départements Manche wurde mit gemeindegründender Arbeit begonnen: in Coutances (1990), Avranches (1991) und Carentan (1995; 2002 wurde dort ein eigenes Gemeindezentrum eröffnet). Im Nachbar-Département Orne begann die Missionsarbeit 1993 in der Kreisstadt Alençon, 1996 folgte Mortagne-au-Perche. – Am Anfang wurde zu Hausbibelkreisen eingeladen. Heute versammeln sich sonntags Christen an den verschiedenen Orten zu Gottesdiensten. Noch sind die Kreise familiär und überschaubar.

 

Pionierarbeit in der Diaspora erfordert Mut und einen langen Atem. Die zumeist ländliche Bevölkerung ist oft verwurzelt in alten Traditionen. Das Verteilen von evangelistischen Schriften, Bibelteilen und Kalendern, auch auf den Wochenmärkten, sind unersetzlicher Bestandteil der Arbeit. In den Sommermonaten sind die Einsätze mit Teilnehmern von Missionscamps aus dem Dienst der Missionare nicht mehr wegzudenken. Unzählige freundschaftliche Kontakte sind dadurch über die Jahre entstanden. Hin und wieder lassen sich gute Bekannte zu besonderen Veranstaltungen einladen. Dazu gehören die regionale Bibelkonferenz in St.-Lô im März, das Pfingsttreffen in St.-Aubin, die Weihnachtsfeiern für Jung und Alt. Eine noch kleine Kinder- und Jugendarbeit möchte ganze Familien mit dem Evangelium erreichen, eine regionale Frauenarbeit erlebt ermutigende Anfänge. Erste Mitarbeiter lassen sich anleiten und schulen. Die regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit (Lokalpresse, Kontakte mit staatlichen und kirchlichen Instanzen) trägt dazu bei, das Misstrauen den kleinen Gemeinden gegenüber abzubauen.

 

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