Aufgaben der Liebenzeller Mission in Ecuador
Seit 1989 arbeiten Liebenzeller Missionare im Norden von Ecuador. Zunächst nur unter den Awa-Indianern. Die Awa leben in Familienclans weitab der Zivilisation. Viele haben Alkoholprobleme. Die großen Entfernungen sowie bis zu 2 000 Liter Regen pro Jahr auf den Quadratmeter erschweren die Kommunikation erheblich. Es gibt kaum Telefonverbindungen oder geteerte Straßen. Die Pfade zu den Gehöften führen über steile Abhänge.
1995 wurde in Lita das “Christliche Awa-Zentrum” eingeweiht. Dort erhielten die Indianern Lese- und Schreibunterricht, medizinische Hilfe und biblischen Unterricht. Außerdem fanden sie Unterkunft, wenn sie aus den Bergen zu Besorgungen ins Dorf kamen. Inzwischen hat sich die Infrastruktur insoweit verbessert, dass dieses Haus nun als Freizeitheim für die Gemeinden in Ecuador dient.
Seit 1993 arbeiten Missionare auch unter der Spanisch sprechenden Bevölkerung. Sie gründeten Gemeinden in Ibarra, Atuntaqui und Cotacachi, schulen einheimischen Christen, setzten Älteste ein und führten die Gemeinden in die Selbstständigkeit.
Die Arbeit umfasst Kinder- und Jugendarbeit, Sonntagsschule, Hauskreise, Frauenkreise, Gottesdienste und Mitarbeiterschulung. An zwei Orten sind einfache Gemeindezentren als Treffpunkte für die Christen (Spanisch sprechende und z. T. auch Quichua-Indianer) entstanden.
In Salinas, einem Zentrum der schwarzen Bevölkerung, wurde 2007 eine Missionsarbeit begonnen, die stark auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet ist.
Weiterhin unterstützt die Liebenzeller Mission ein Patenschaftsprogramm für unterprivilegierte Kinder, das ihnen vor allem zu einer soliden Schulbildung verhelfen soll.
Erfreulich ist, dass sich ständig ca. 50 bis 60 einheimische Christen am Centro de Capacitatión Biblica (Biblisches Schulungszentrum) in Ibarra für die Gemeindearbeit schulen lassen und sich in der Arbeit einbringen.
Vielen Dank, wenn Sie die Arbeit in Ecuador unterstützen.



