Aufgaben der Liebenzeller Mission in Burundi
Burundi hat ca. 8 Millionen Einwohner und ist eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Die Bevölkerung ist sehr jung: etwa 50 % sind unter 15 Jahre alt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Burundier liegt bei unter 50 Jahren.
Burundi ist einer der fünf ärmsten Staaten der Welt und von Entwicklungshilfe abhängig. Überbevölkerung, fehlende natürliche Ressourcen sowie langjährige Konflikte zwischen den Volksgruppen und das Flüchtlingselend machen es schwer, die Armut zu überwinden.
Die traditionelle Religion in Burundi ist der Animismus (Geisterglaube). 1898 kamen die ersten Missionare ins Land. Seither sind zahlreiche Kirchen und Gemeinden entstanden, viele Burundier sind getauft und bezeichnen sich als Christen. Laut Statistik sind 70 % Katholiken und 20 % Protestanten. Es gibt jedoch viele Namenschristen, die christlichen Glauben und animistische Praktiken vermischen. Minderheiten von Moslems und verschiedenen Sekten gewinnen an Einfluss. In den Jahren 1983 – 1987 verhielt sich das damalige Regime Christen gegenüber zunehmend feindlicher. Versammlungen wurden eingeschränkt und Missionare des Landes verwiesen. 1987 wurde die Religionsfreiheit wieder hergestellt und die Rückkehr der Missionare zugelassen.
Auch angesichts der 90 % Christen ist die Missionsarbeit nicht überflüssig geworden. Bürgerkrieg, Massaker, Rassenhass und Mord haben in Burundi tiefe Spuren hinterlassen. Christen sind mehr denn je als Friedensstifter gefragt.
Die Arbeit der Liebenzeller Mission in Burundi begann 1992 mit einer Einladung der Anglikanischen Kirche in Burundi, die partnerschaftlich mit dem Missionswerk zusammenarbeiten wollte. Durch Liebenzeller Missionare wurde das TEE-Programm begonnen (eine außerschulische theologische Ausbildung), darüber hinaus gehört die Unterstützung der Bibelschule in Muramvya zu ihren Aufgaben sowie Hilfe für Straßenkinder und Kriegswitwen. Die Shombo-Klinik, ein Gesundheitszentrum im Landesinneren, wurde mit Hilfe der Liebenzeller Mission aufgebaut. Die Leitung ist bereits in einheimische Hände übergeben worden.
Vielen Dank, wenn Sie die Arbeit in Burundi unterstützen.
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