Sie sind hier: Home / Weltweit / Arbeitsgebiete / Burundi
 
Burundi

Ansprechpartnerin bei Fragen

Bettina Heckh

Tel.: 07052 17-128

E-Mail: bettina.heckh@liebenzell.org

Aufgaben der Liebenzeller Mission in Burundi

Geografie & Bevölkerung

Burundi hat über 10 Millionen Einwohner und ist eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Die Bevölkerung ist sehr jung: etwa 50 % sind unter 15 Jahre alt. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Burundier liegt bei 60 Jahren.

Burundi ist einer der fünf ärmsten Staaten der Welt und von Entwicklungshilfe abhängig. Überbevölkerung, fehlende natürliche Ressourcen sowie langjährige ethnische Konflikte, machen es schwer, die Armut zu überwinden.

 

Glaube in Burundi

Der traditionelle Glaube in Burundi ist animistisch (Geisterglaube). 1898 kamen die ersten Missionare ins Land. Seither sind zahlreiche Kirchen und Gemeinden entstanden, viele Burundier sind getauft und bezeichnen sich als Christen. Laut Statistik sind 62 % Katholiken und 24 % Protestanten. Es gibt jedoch viele Namenschristen, die christlichen Glauben und animistische Praktiken vermischen. Minderheiten von Moslems und verschiedenen Sekten gewinnen an Einfluss. In den Jahren 1983 – 1987 verhielt sich das damalige Regime Christen gegenüber zunehmend feindlicher. Versammlungen wurden eingeschränkt und Missionare des Landes verwiesen. 1987 wurde die Religionsfreiheit wieder hergestellt und die Rückkehr der Missionare zugelassen.

 

Warum Missionsarbeit?

Auch angesichts der 86 % Christen ist die Missionsarbeit nicht überflüssig geworden. Der Bürgerkrieg hat in Burundi tiefe Spuren hinterlassen. Das niedrige Bildungsniveau und kaum vorhandene Arbeitsplätze tragen mit dazu bei, dass viele Burundier keine Zukunftsperspektive haben. Hier hat Kirche und Mission ein weites und wichtiges Betätigungsfeld.

 

In 2015 kam es in Burundi, vorwiegend in der Haupstadt Bujumbura, immer wieder zu Ausschreitungen, Kämpfen, schweren Verletzungen und Todesfällen. Grund war, dass der amtierende Präsident für eine dritte Amtszeit vorgeschlagen wurde (die Verfassung sah nur zwei Amtszeiten vor). Es folgte eine Welle der Proteste. Viele Burundier verließen das Land - die Angst war zu groß. Unsere Missionare wollen helfen und vor Ort bleiben.

Christen sind mehr denn je als Friedensstifter gefragt

 

Partner & Projekte

Die Arbeit der Liebenzeller Mission in Burundi begann 1992 mit einer Einladung der Anglikanischen Kirche in Burundi (Diözese Bujumbura), die partnerschaftlich mit der Liebenzeller Mission zusammenarbeiten wollte.

 

Zu den gemeinsamen Projekten gehören:

- TEE-Programm (eine außerschulische theologische Ausbildung)

- Bibelschule in Muramvya

- Gesundheitszentrum in Shombo

- BAHO - ein Hilfsprojekt für benachteiligte Kinder und Jugendliche

- Mothers Union - Hilfe für junge Frauen

 

Vielen Dank, wenn Sie die Arbeit in Burundi unterstützen.