Aufgaben der Liebenzeller Mission in Bangladesch
1974, drei Jahre nach der Staatsgründung, reisten die ersten Missionare der Liebenzeller Mission nach Bangladesch. Seither arbeiten sie mit dem einheimischen evangelischen Gemeindeverband "Bangladesh Baptist Sangha" (BBS) zusammen. Dessen Wurzeln gehen auf den Engländer William Carey (1761-1843) zurück, der 1793 als erster protestantischer Missionar in das Gebiet des heutigen Bangladesch kam. Mit 290 Gemeinden gehört der BBS zu den größten Kirchenverbänden im Land, und die Liebenzeller Mission hilft ihm, seinen missionarischen und sozialen Auftrag zu erfüllen.
So unterstützt die Liebenzeller Mission zwei Kliniken in den Dörfern Shantikutir (seit 1978) und Mallikbari (seit 1979) durch Personal und finanzielle Zuwendungen. In beiden Kliniken werden vorrangig Frauen und Kinder ambulant behandelt. Ernährungs- und Gesundheitsprogramme in weiteren Dörfern ergänzen diese Arbeit.
In den vergangenen Jahren wurde Bangladesh immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht, wie z.B. im Jahr 2004 von einer Flutwelle und der Kältewelle im Dezember oder im Jahr 2007 von der Flutwelle im Sommer und dem verheerenden Wirbelsturm "Sidr" im November. Hier half die Liebenzeller Mission immer schnell und unbürokratisch und wird diese Verantwortung auch in Zukunft wahrnehmen.
Im "Baptist Children's Home" in Khulna finden 40 Jungen ein Zuhause, und in Verbindung mit der Organisation "International Needs" werden in Savar in einem Kinderdorf 80 Mädchen und Jungen versorgt und ausgebildet. Finanziert wird dies durch Patenschaften, die über die Liebenzeller Mission vermittelt werden.
Die Missionare der Liebenzeller Mission unterstützen die christlichen Gemeinden durch Programme für Kinder, Jugendliche und Frauen sowie die theologische Weiterbildung von Laien und Pastoren durch TEE (außerschulische theologische Ausbildung). So werden die Gemeindeglieder geschult, ermutigt und motiviert, damit sie ein Leben als bewusste Christen in einer Minderheitensituation führen können.

