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Kleine Fotoschule

Tipp 4

Bildaufbau und Ausschnitt

 
Nicht gleich los fotografieren, sobald ein schönes oder interessantes Motiv zu sehen ist.

Die schönste Landschaftsaufnahme wirkt „flach“, wenn sie keinen Vordergrund hat. Durch einen kleinen Schritt zur Seite wirkt ein Motiv oft erst richtig interessant. Ein Schritt rückwärts oder die Hocke bringen manchmal ungeahnte Spannungen ins Bild.

Ein gutes Bild braucht „Tiefe“! Vor der Aufnahme erst einmal kurz umschauen, ob es irgendwo einen Vordergrund als „Rahmen“ gibt. Das kann ein Ast sein, der von oben ins Bild hängt, oder ein Busch von rechts, auch die Mauer links oder andere Elemente.

Es gibt fast keine Kamera mehr ohne ein so genanntes Zoom-Objektiv. Dies ist nicht nur für Tele-Aufnahmen gedacht, sondern um schönere Bildausschnitte zu wählen. Dabei gilt der Merksatz: „Weniger ist oft mehr“. Nicht die ganze historische Ruine, sondern ein typischer Ausschnitt ist oft das „schönere Bild“.

Das Hauptmotiv nicht direkt in der Bildmitte platzieren, sondern leicht versetzt. Die interessantesten Bilder haben in der Regel einen Bildaufbau nach dem so genannten „Goldenen Schnitt“: etwa ein Drittel zu zwei Drittel.

Wenn das Auge später auf der Aufnahme mindestens drei „Ruhepole“ findet – etwa entsprechend einem ungleichschenkligen Dreieck – sieht das Bild für den Betrachter deutlich interessanter aus.
 
Merke: Vordergrund und Hintergrund gezielt anordnen!



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