Aufgaben der Liebenzeller Mission in Spanien
Laut einer Statistik aus dem Jahr 2007 sind 73,8% der Spanier katholisch. Aber nur 36% sagen von sich, dass sie ihren Glauben auch praktizieren. Viele Spanier bezeichnen sich deshalb als Katholiken, weil sie in dieser Religion geboren und getauft wurden. Von der Bibel und ihrer Lehre wissen die meisten Spanier nur wenig. Besonders die jüngere Generation entfremdet sich immer mehr von der Kirche. "Wir Spanier sind nicht religiös, sondern folkloristisch", erklärte eine Lehrerin unseren Missionaren. Schätzungen zufolge gibt es im Land fünfmal mehr Wahrsager als katholische Priester.
Es ist notwendig, die Grundzüge der biblischen Lehre und der Rettung allein durch den Glauben an Jesus Christus zu vermitteln. Der Schwerpunkt der Arbeit der Liebenzeller Missionare in Spanien liegt daher in der Gemeindegründung. Dies umfasst die Verbreitung von Bibeln und christlicher Literatur, Evangelisation, christliche Freizeiten, Gottesdienste, Bibelgesprächsgruppen, Schulungsarbeit, offene Arbeit unter Jugendlichen, Kinderstunden und Kinderfestivals auf öffentlichen Plätzen. Unsere Mitarbeiter begegnen großer Offenheit, aber auch einer gewissen Skepsis, weil viele Spanier evangelische Christen als Sekte betrachten oder Angst haben, außerhalb der traditionellen Religion ihr Seelenheil zu verlieren. Immigranten insbesondere aus Südamerika und Rumänien finden leichter in eine Gemeinde als Einheimische.
Die Liebenzeller Mission arbeitet seit 1996 mit der spanischen Organisation „Evangelismo en Acción“ (EEA) zusammen. Diese gründet Gemeinden, wo es bislang keine Möglichkeit gibt, das Evangelium auf der Grundlage der Bibel zu hören.
Dies gilt auch für die Zusammenarbeit der Liebenzeller Mission mit der ECM. Schwerpunkt der Kooperation ist die Provinc Castellón im Land Valencia an der Ostküste.
Vielen Dank, wenn Sie die Arbeit in Spanien unterstützen.



