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Trauer um Otto Schaude

Otto Schaude in Omsk

Die Liebenzeller Mission trauert um Otto Schaude. Der frühere Vorsitzende der „Apis“ war in seinem Ruhestand Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Ostern – der Partnerkirche der Liebenzeller Mission in Russland.

 

LM-Direktor Pfarrer Detlef Krause: „Wir haben eine beeindruckende geistliche Persönlichkeit, einen guten Freund und Bruder verloren. Sein vorbildlicher Einsatz in Russland als Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten seit 2008 hat mich immer wieder beeindruckt. Mit einem außergewöhnlichen Einsatz zusammen mit seiner Frau Brigitte hat er selbst während der Zeit seiner Erkrankung die Kirche umsichtig geleitet und die Last des Leitungsamtes getragen. Er wird uns unvergessen bleiben. Wir danken Gott, dass er uns Otto Schaude gegeben hat und dass wir ihn jetzt in seiner Hand wissen können. Wir erbitten Gottes Hilfe und Trost für seine Frau Brigitte und die ganze Familie.“

 

Auf dem Bild ist Otto Schaude während seines Dienstes in Russland mit dem Jugendchor in Omsk zu sehen.

„Männer, bewahrt euer Herz!“

Männeraktionstag 2016

BAD LIEBENZELL. Da waren die Männer einmal ganz unter sich. Das genossen sichtlich rund 350 Teilnehmer beim dritten Männeraktionstag im Monbachtal bei Bad Liebenzell (Nordschwarzwald). Baggerfahren, Rasenmäher-Parcours, Axtwerfen: Die Aktionen ließen Männerherzen höher schlagen. Beim „Schrottschweißen“ flogen die Funken, auf der Offroadstrecke heulten die Motoren auf. Ein Highlight war ein hundert Meter langer „Flying Fox“. Auf dieser Abenteuerseilbahn hatten die Männer gleichzeitig Adrenalinkick und Vogelperspektive über das Monbachtal. Neue Sportarten wie Autoreifen-Volleyball, Kürbis-Zerschlagen, Notebook-Zielwerfen, XXL-Micado mit Baumstämmen und Strohsack-Hochwurf feierten beim Männeraktionstag ihre Premiere. Die Männer konnten sich einzeln oder in Gruppen messen. Bei der Veranstaltung ... >> hier weiterlesen

Echte Freiheit ist Leben – Rund 650 Teilnehmer beim Kongress "eXchange"

eXchange 2016

BAD LIEBENZELL. „Der größte Beweis, dass es Freiheit geben muss, ist die Tatsache, dass sich jeder Mensch auf der Welt nach Freiheit sehnt.“ Das sagte Evangelist Tobias Kley vor rund 650 Teilnehmern des Kongresses „eXchange – Jugendarbeit trifft Weltmission“ am 17. September in Bad Liebenzell (Nordschwarzwald).

Der christliche Gott sei ein Gott der Freiheit, sagte Kley. Göttliche Freiheit fördere immer das Leben. Das stehe im Gegensatz zu einer Freiheit, die durch eine selbstsüchtige, kurzfristige und verantwortungslose Haltung bestimmt sei. „Anhand der Bibel heißt Freiheit, sich frei zu bewegen in einem vorgegeben Rahmen. Das fördert Leben – kurzfristig und langfristig.“ Jesus Christus sei in die Welt gekommen, um Menschen diese Art Freiheit zu schenken und vorzuleben. „Das Leben, das Jesus uns anbietet, schafft Leidenschaft.“ Kley empfahl den Zuhörern, in Abhängigkeit von Jesus Christus zu leben. „Eigentlich wehren wir uns gegen Abhängigkeiten, obwohl wir überall abhängig sind. Abhängigkeit ist nur in einem einzigen Fall erstrebenswert – wenn man sich abhängig vom Leben macht, von Jesus Christus.“ Tobias Kley sprach auch über ... >> hier weiterlesen

Furcht vor der Freiheit

Ambunti in Papua-Neuguinea

PAPUA-NEUGUINEA. Mit einer kleinen Gruppe von Strafgefangenen konnte Johannes Wälde, der als Liebenzeller Missionar in Papua-Neuguinea arbeitet, eine Bibelstunde im Gefängnis durchführen. Drei der Teilnehmer suchten danach noch das Gespräch mit ihm, erzählten von ihrer Vergangenheit und schließlich auch von ihren Ängsten vor der Zukunft: „Alle drei werden im nächsten halben Jahr entlassen und wissen nicht genau, wie es weitergehen soll. Sie waren nun jahrelang im Gefängnis und haben etwas Angst vor der Freiheit und dem Zurückkehren in ihr Heimatdorf“, schrieb Johannes Wälde. Trotz aller Ängste sind die Männer gewiss, dass sie nicht alleine zurück in ihre Dörfer gehen müssen: Gott wird ihr Begleiter sein und ihnen in dieser schwierigen Lebenssituation helfen.

Hungersnot in Malawi: Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ hilft

Hungersnot in Malawi

Malawi trug im Jahr 2015 den traurigen Titel „Ärmstes Land der Welt“. Anfang September startete die Liebenzeller Mission zum zehnten Mal ihre Initiative „Weltweit Hoffnung schenken“. Damit sollen Menschen neue Hoffnung schöpfen, die nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit stehen. Ein Jahr lang ist nun Malawi im Zentrum der Aktion. Die Hilfe hat Malawi bitternötig. Jedes Jahr müssen viele Malawier hungern. In diesem Jahr ist die Lage besonders dramatisch. Wir haben mit Vroni und Johannes Urschitz gesprochen. Die beiden Liebenzeller Missionare arbeiteten rund 20 Jahre in Malawi und haben dort unter anderem das Dorfentwicklungsprojekt „Ubwenzi“ aufgebaut. Ubwenzi bedeutet Freundschaft. Inzwischen sind durch das Projekt unter anderem ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Ernährungsprogramm, eine HIV-/Aidsberatung und mehrere Kinderprogramme entstanden.

 

Wie kommt es, dass die Hungersnot in Malawi dieses Jahr so besonders dramatisch ist?

Durch schlimme Überschwemmungen letztes Jahr gefolgt von einer Dürre in diesem Jahr gab es in Malawi nun zwei Jahre in Folge Ernteausfall. Trotz aller Bemühungen der vorwiegend von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerung, wurde diese Gegend von den globalen Klimaveränderungen schwer getroffen. Diese Situation betrifft nicht nur Malawi, sondern den ganzen südlichen Teil Afrikas. Somit können dieses Jahr auch kaum Lebensmittel aus den Nachbarländern zur Minderung der Notsituation importiert werden.

 

Die Lage ist momentan schon bedrohlich, aber die Situation wird sich vermutlich im Laufe des Jahres noch zuspitzen, wenn letzte Vorräte aufgebraucht sind. Was bedeutet das für die Menschen in Malawi konkret?

Leider ist die Situation so, dass die vielen auf dem Land lebenden Familien häufig jetzt schon nur eine Malzeit am Tag haben.

Der Maispreis liegt schon jetzt sieben Monate vor der nächsten Ernte bei einem Vielfachen zum normalen Preis und wird in den kommenden Monaten noch weiter steigen. Damit ist das Hauptnahrungsmittel für den Großteil der Bevölkerung unerschwinglich.

 

Missionsfreunde in Deutschland und Österreich haben bereits rund 30.000 Euro für die Soforthilfe in Malawi gespendet. Was passiert mit dem Geld vor Ort?

Mit den Spendengeldern wurde vor Ort bereits Mais gekauft. Damit soll in den Einzugsgebieten des Ubwenzi-Projektes und dem Chisomo-Ausbildungszentrum geholfen werden. Auch die von der Partnerkirche betroffenen Gemeinden sollen mit den Hilfsmitteln unterstützt werden. Zusätzlich soll in den kommenden Wochen noch Reis, Maismehl und eine Soja-Erdnuss-Maismehl-Mischung für betroffene Kinder und Senioren und für ein Schulspeisungsprogramm besorgt werden.

 

Gibt es ein konkretes Erlebnis aus der letzten Zeit in Malawi, das euch besonders bewegt hat?

Die akute Notsituation hat uns an die Hungerszeit von 2006 erinnert. Damals konnten wir auch Dank Sonderspenden der Liebenzeller Mission Menschen helfen. Ein Kommentar eines Betroffenen hat uns damals sehr bewegt und motiviert und bis heute. Wir konnten teilweise nur einen Teller Maismehl für mehrere Tage weiter geben, weil wir auf die Menge an Betroffenen nicht vorbereitet waren. Dankbar nahm er diese kleine Menge entgegen und sagte: „Dieses Essen gibt uns die Hoffnung, dass es irgendwie weitergehen wird und wir überleben werden.“ Wir haben erlebt, wie alleine diese Hoffnung den Menschen Kraft gab durchzuhalten.

 

Ihr habt euch jahrelang aufopferungsvoll aus christlicher Nächstenliebe für Malawi eingesetzt. Was macht das mit euch, wenn ihr seht, wie die Menschen dort nun leiden?

Wir leiden mit und fühlen uns z.T. auch hilflos, weil die mögliche Hilfe oft nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt. Wir merken auch, wie gut es uns hier in Europa geht und wie schwer es vorstellbar ist, dass die Hälfte eines Landes von so einer Katastrophe betroffen sein kann.

 

Mehr über die Initiative erfahren Sie unter www.weltweit-hoffnung-schenken.de. Dort gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, selbst zu helfen. Vielen Dank für alle Unterstützung!

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