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Sonntag 15. September 2019 - 07:46

Mit dem Heiligen Geist bis ans Ende der Welt – Rund 700 Teilnehmer beim Kongress „eXchange“ in Bad Liebenzell

Derek Burnside (rechts im Bild) bei eXchange 2019

BAD LIEBENZELL. „Lebensnah, inspirierend, weltverändernd“. So lautete das Motto des Kongresses „eXchange“, zu dem am 14. September rund 700 junge Erwachsene nach Bad Liebenzell kamen. Veranstalter waren der Süddeutsche und Südwestdeutsche Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) gemeinsam mit der Liebenzeller Mission. Ziel war, jungen Menschen Impulse für ihren Glauben zu geben und ihnen einen Blick zu eröffnen für das, was Gott auf der ganzen Welt tut, so die Veranstalter.

 

Das Programm war bewusst auf die junge Zielgruppe ausgerichtet: stilvolles Ambiente mit einer Lounge, nachdenkenswerte Poetries und neue Lobpreis-Lieder.

 

Hauptredner der Veranstaltung war Derek Burnside. Er ist der Leiter der Bibelschule Capernwray in England. Burnside sprach über das Motto der Veranstaltung „Holy Spirit“ (Heiliger Geist).

Er sagte, dass sich manche Christen fragen, ob der Heilige Geist wirklich Teil ihres Glaubens sei. Die Antwort sei ganz einfach: „Wenn du Jesus vertraust, dass er dein Retter ist, dann lebt der Heilige Geist bereits in dir!“ Nach dem Neuen Testament sollte die Erfüllung mit dem Heiligen Geist für Christen eine tägliche Erfahrung sein, so Burnside. Allerdings sei dies eine große Herausforderung. Helfen könne das Wissen um die Dreieinigkeit von Gott-Vater, Sohn und Heiliger Geist. „Wenn du einen von diesen drei kennst, kennst du auch die anderen“, so Derek Burnside. Wichtig sei, die Beziehung zu Gott lebendig zu halten. „Wir alle müssen immer wieder neu erfüllt werden.“ Gott wolle, dass noch mehr Menschen von ihm erfahren: „Gott möchte, dass wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, weil er möchte, dass wir Missionare werden.“ Jeder, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, werde erleben, dass dieser sie zu anderen Menschen hinausführe. „Das kann bis ans Ende der Welt sein oder bis ans Ende der Straße, in der du wohnst.“ Die Fähigkeiten dazu werde Gott einem geben. „Deshalb können wir es uns leisten, ein großzügiges Leben für andere zu führen.“

 

Johanna und Christian Folkers berichteten aus Indonesien. Dort arbeiten sie als Missionare in der Region Papua. Viele Menschen seien im Animismus gefangen, dem Glauben an Zauberei und Geister. „Sie sind auf der Suche nach Wahrheit und Freiheit“, so Christian Folkers. Johanna Folkers schlug ihren Zuhörern vor, eine „Wunderliste“ zu führen. Sie notiere sich zum Beispiel, wie der Heilige Geist in ihrem Leben wirke und Wundervolles tue.

 

Am Nachmittag standen verschiedene Seminare und eine Podiumsdiskussion auf dem Programm.

Prof. Dr. Volker Gäckle, Rektor der Internationalen Hochschule Liebenzell, und Johannes Justus, Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, diskutierten über ihr Verständnis des Heiligen Geistes. Einig waren sich beide, dass die verschiedenen christlichen Bewegungen und Kirchen mehr verbindet als trennt. „Wir gehen in Deutschland auf eine immer mehr säkulare Gesellschaft zu. Da brauchen wir uns als christliche Bewegungen gegenseitig immer mehr“, sagte Volker Gäckle. Dass die pfingstkirchliche Bewegung die am meisten wachsende christliche Bewegung weltweit sei, mache ihn demütig, sagte Volker Gäckle. Er wünsche den pfingstkirchlichen Kirchen von Herzen, dass ihnen diese Dynamik zum Segen werde und sie der damit verbundenen Verantwortung gerecht werden. Unterschiedlich sahen die beiden Theologen das Verständnis der Geistesgaben im Neuen Testament, besonders die Gabe des „Sprachengebets“. Während für Volker Gäckle in einer Gemeinde nichts fehlt, wenn dort niemand das Sprachengebet praktiziert, findet Johannes Justus die Praxis dieser Gabe für jeden Christen und in jeder Gemeinde als erstrebenswert. Gleichzeitig dürfe damit keine Wertung einhergehen: „Geistesgaben sind keine Parameter für Geistlichkeit“, so Johannes Justus. 

 

Auf einem „Markt der Ideen“ bekamen die Kongressteilnehmer Impulse, wie man Glauben praktisch leben kann, sie konnten Podcasts hören oder an Gebetsstationen beten. Noch bis in die Nacht saßen viele Teilnehmer zusammen, diskutierten und sangen in einer „Lobpreis-Zeit“.