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Sonntag 08. September 2019 - 18:02

120 Jahre geistlich lebendig – 3700 Besucher beim Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission

Familie Frieß reist bald nach Ecuador aus.

BAD LIEBENZELL. „Geistlich lebendig können wir nur bleiben, wenn Gottes Geist uns treibt.“ Das sagte Pfarrer Johannes Luithle beim Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission vor rund 3700 Besuchern in Bad Liebenzell (Nordschwarzwald). Luithle leitet die Liebenzeller Mission und nahm Bezug auf das 120-jährige Jubiläum, welches das Missionswerk im November feiern wird.

 

Gottes Geist könne man nicht besitzen, sondern nur erbitten. „Die Liebenzeller Mission wird nur dann eine Segensstätte sein und bleiben, wenn Menschen Gebetsarbeit leisten“, so Johannes Luithle. In seiner Predigt sagte er, dass Gott sich von denen finden lasse, die ihn suchen. „In dem Moment, wo wir auf die Knie gehen und sagen ‚Wir haben uns verloren’, kann Gott wieder wirken. Solange wir nur das Äußere wahren wollen, wird nichts geschehen. Wenn wir das erkannt haben, sind wir auf dem Weg der Rettung.“ Luithle lud zu einer 120-stündigen Gebetsaktion zum Jubiläum des Werkes im November ein.

 

Martin Auch, als Missionsdirektor für die weltweite Arbeit der Liebenzeller Mission verantwortlich, betonte den Mittelpunkt der Arbeit des Missionswerkes: „Gottes Geist bleibt dort wirksam, wo Christus und Gottes Wort das Zentrum bilden. Wenn wir von dieser Mitte her inspiriert bleiben, wird auch die Liebenzeller Mission bleiben – mit Zukunft und Relevanz für eine verlorene Welt.“

 

Prof. Dr. Volker Gäckle berichtete über die aktuelle Situation an der Interkulturellen Theologischen Akademie und der Internationalen Hochschule Liebenzell, deren Rektor er ist. „Vor 120 Jahren wurden pro Jahr um die zehn Menschen ausgebildet. Aktuell studieren auf dem Missionsberg über 270 junge Menschen – alle hochmotiviert, um in irgendeiner Weise Jesus Christus mit ihren Gaben zu dienen“. Ziel sei, auch in Zukunft eine hohe fachliche Qualität mit der Leidenschaft und dem geistlichen Herzblut zu verbinden, die der Missionsgründer Pfarrer Heinrich Coerper der Organisation ins Stammbuch geschrieben habe.

 

Aus dem afrikanischen Sambia berichteten Anke und Samuel Meier. Immer mehr junge Menschen zögen in die Hauptstadt Lusaka, unter anderem, um dort zu studieren. „Viele junge Leute sprechen Englisch und verstehen die Stammessprachen kaum mehr, in denen gepredigt wird. Oft gehen sie deshalb in gar keine Gemeinde mehr“, so Samuel Meier. Außerdem seien die meisten Gemeinden in Lusaka Kirchen, bei denen es nur noch sehr wenig um Gottes Wort geht. „Deshalb ist es seit einiger Zeit unser Wunsch, dort eine Gemeinde zu gründen, die die frohe Botschaft von Jesus Christus verkündet und in der Form relevant und zeitgemäß ist.“

 

Als „Special Guest“ trat am Nachmittag Samuel Rösch auf. Er ist der aktuelle Gewinner der Castingshow „The Voice of Germany“. Zur Liebenzeller Mission hat er einen doppelten Bezug. Seine Ehefrau studiert an der Internationalen Hochschule Liebenzell und seit einigen Monaten wohnt das Paar auch in Bad Liebenzell. Ein emotionaler Höhepunkt war der Auftritt von Brigitte Stamm, deren Mann Gerhard beim gemeinsamen Missionsdienst in Papua-Neuguinea im Juli durch einen Unfall verstorben war.

 

Bereits zum zweiten Mal fand am Vortag des Missionsfestes der Sponsorenlauf „Missio Cross Challenge“ statt. Die Strecke verlief von Schwaigern bei Heilbronn bis nach Bad Liebenzell. An 17 Stationen konnten die Läufer ein- und aussteigen. Der Erlös des Laufs ging an die Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“, mit der benachteiligte Menschen in Sambia unterstützt werden. Insgesamt kamen mehr als 21.000 Euro zusammen.

 

Die Liebenzeller Mission ist mit rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 23 Ländern eine der großen evangelischen Missionsorganisationen in Deutschland. Zweimal im Jahr veranstaltet sie Missionsfeste für Freunde und Interessierte. Das nächste Missionsfest ist am Pfingstsonntag 2020. Die nächste Großveranstaltung in Bad Liebenzell ist bereits am kommenden Samstag. Unter dem Motto „eXchange“ treffen sich rund 500 junge Erwachsene zum Austausch über Jugendarbeit und Weltmission.