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Freitag 24. Mai 2019 - 08:55

„In unserer Gemeinde geht es sehr herzlich zu“

Ohne Missionare, die sich Jahrzehnte in ihrem Einsatzland investieren, könnte Missionsarbeit nicht funktionieren. Als Liebenzeller Mission profitieren wir sehr von unseren Langzeitmissionaren. Wie zum Beispiel von Norbert und Susanne Laffin. Sie leben und arbeiten seit 29 Jahren in der Normandie in Frankreich. In Coutances haben sie eine Gemeinde gegründet und sind nun seit 2017 in Alençon im Einsatz. Ihre Leidenschaft für die Menschen im Land ihrer Berufung ist immer noch sehr groß. In den nächsten Wochen ist Norbert zusammen mit Tochter Anna-Lena in Deutschland, um über seine Arbeit zu berichten. Wir haben ihm einige Fragen gestellt.

Bei euch in der Gemeinde sind auch immer wieder Kurzzeitmitarbeiter von „impact“ im Einsatz. Wie machen sie sich?
impactler sind toll! Sie sind eine echte Verstärkung. Ich stelle in Frankreich immer wieder fest: Je jünger die Leute sind, desto weniger wissen sie über den christlichen Glauben. Aber auch desto weniger voreingenommen sind sie. Gerade die impactler kommen mit jungen Menschen gut ins Gespräch. Natürlich müssen wir auch in sie investieren, aber das machen wir gerne!

Was ist die größte Herausforderung für Mission in der Normandie?
Es gibt in der Normandie und in Frankreich insgesamt wenige Christen, die ihren Glauben praktizieren. Es gibt viel mehr offene Türen als wir nutzen können. Wir sind zu wenige Mitarbeiter, um allen Möglichkeiten nachzukommen, die sich bieten. Und gerade auf dem Land merken wir: Es dauert lange, bis Beziehungen gewachsen und Vertrauen aufgebaut ist.

Eure Tochter Debora studiert an der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) in Bad Liebenzell, eure anderen Kinder bringen sich in der Arbeit vor Ort ein. Bist du froh, dass auch eure Kinder so motiviert für Mission im Einsatz sind?
Das ist für uns ein großes Geschenk. Eigentlich sind unsere Kinder für die Missionsarbeit unverzichtbar. Sie setzen sich alle gerne ein. In der Gemeinde können sie sich auch gut entfalten. Es ist fast so, wie wenn wir in einem Team arbeiten würden. Und besonders schön ist auch, dass sie viele Kontakte zu Menschen außerhalb unserer Gemeinde haben und mit ihnen ins Gespräch über Jesus kommen.

Welche Eigenschaft schätzt ihr an den Menschen in Frankreich besonders?
Man nimmt sich Zeit, nicht nur beim Essen. Auch bei Behördengängen ist nach anfänglichem Misstrauen die Bereitschaft zur Hilfe bezeichnend. Was unsere Gemeinde angeht: Da geht es sehr herzlich zu. Das schätzen wir, und natürlich neue Besucher, sehr.