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Donnerstag 01. Februar 2018 - 13:00

Von der Zauberei zur Jesusnachfolge

MALAWI. Lange Zeit verdiente Livingsson sein Geld mit dem Verkauf von Fischen auf dem Wochenmarkt. In dem Glauben, seinen Absatz mithilfe von Magie zu steigern, bediente er sich der Zaubermedizin. Als Zeichen dafür trug er stets eine kleine Götzenfigur bei sich, wenn er auf den Markt ging. Auch später noch, als er mit 26 Jahren auf eine Empfehlung nach Mbere kam, um am Chisomo-Zentrum eine theologische und handwerkliche Ausbildung zu erhalten. Seine Frau Vailet begleitete ihn. Beide ahnten nicht, dass dies ihr Leben völlig verändern würde.

Livingsson und Vailet lernten in den zehn Ausbildungsmonaten Jesus Christus kennen. Fröhlich verkündeten sie vor ihren Mitstudenten und den Liebenzeller Missionaren Mirjam und Joachim Berger: „Wir haben die Figur weggeworfen und die Zaubermedizin hinter uns gelassen, weil wir darauf vertrauen, dass Gott uns versorgt.“ Seither sind drei Jahre vergangen. Das Ehepaar lebt nun mit seiner Tochter Tamara 15 Kilometer entfernt in einem kleinen Dorf. Dennoch kommt die Familie oft mit dem Fahrrad zu Besuch: „Ihre Verbundenheit zeigt, wie sehr sie von der Ausbildung profitiert haben“, freut sich Joachim.

An einem Sonntag entschlossen sich die Missionare, mit ihren Töchtern ins Dorf zu fahren, um die drei zu besuchen. Gemeinsam ging es dort in den Gottesdienst, wo Livingsson die Predigt hielt. Für Mirjam und Joachim war es schön zu sehen, dass Livingsson trotz seiner vielen Arbeit in der Landwirtschaft und der Schreinerei Verantwortung in seiner Gemeinde übernimmt. Auch freuten sie sich, dass die Besucher ihm aufmerksam folgten, denn das sei nicht selbstverständlich: „Die Menschen kennen die Prediger und deren Lebensstil. Passt dieser nicht zu dem, was sie sagen, schalten die meisten sofort ab“, erklärt Joachim. Begeistert beobachteten die Missionare aber, wie viele Gottesdienstbesucher aktiv wurden und Fragen beantworteten. Sie sind sich sicher, dass die Dorfbewohner erkannt haben, wie ehrlich Livingsson und Vailet mit Jesus leben. Auch dass Livingsson vom Pastor zum Gemeindeleiter ernannt wurde, und einmal sein Nachfolger werden soll, sei nicht üblich in Malawi: „Das Pastorenamt genießt hohes Ansehen und wird normalerweise innerhalb der Familie weitergegeben, und nicht an Außenstehende.“