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Dienstag 09. Januar 2018 - 13:00

„Minibus-Callboys“ hören das Evangelium

SAMBIA. Sogenannte „Callboys“ sind Männer, die an Straßenecken stehen und die Werbetrommel für Minibusse rühren. Schreiend geben sie Fahrtrichtungen an und werben um Mitfahrer. In der Gesellschaft haben sie einen schlechten Ruf: Als „böse Jungs“ und „Trunkenbolde“ werden sie von vielen Sambiern bezeichnet. Das wenige Geld, das sie verdienen, fließt oft direkt in Alkohol. Bereits tagsüber ist ein Großteil der Männer betrunken und fällt durch negatives Verhalten auf.

„Als Jesus auf der Erde lebte, hat er sich um ‚Sünder und Zöllner‘ vornehmlich gekümmert – diejenigen Typen, mit denen eigentlich niemand zu tun haben will“, sagt der Liebenzeller Missionar Benjamin Wagner, der seit Juli das sozial-missionarische Projekt „Dawn Trust Community Care“ (DTCC) verantwortet. Er und sein Team sehen die Not bei den vielen jungen Männern, die von der Straße kommen und in das Minibusgeschäft hineinrutschen. Die Dawn-Trust-Mitarbeiter verstehen es als ihren Auftrag, den „Minibus-Callboys“ die gute Nachricht von der Liebe Gottes weiterzugeben. „Alle zwei Monate laden wir die Männer zu uns auf das Gelände ein, wo zunächst Fußball gespielt wird. Danach sitzen wir zusammen in der Grasdachhalle und ein Mitarbeiter oder eingeladener Redner teilt mit ihnen das Evangelium“, erzählt Benjamin. Zuletzt ging es um Matthäus 24. Sepiso, der Vorsitzende von DTCC, forderte die 30 Männer heraus: „Wenn Jesus wiederkommt, wird er euch entweder erkennen – oder auch nicht, weil ihr keine Entscheidung für ihn getroffen habt.“ Wie dies geschehen kann, erklärte er den jungen Männern eindrücklich. Ein anschließendes Mittagessen rundet die Vormittage ab und bietet Raum für Gespräche. „Es ist gut, Zeit mit den Männern zu verbringen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie angenommen sind“, sagt Benjamin.

An Weihnachten haben er und seine Frau Debora den Männern Bananen gebracht. Das Ehepaar nutzte diese Begegnung, um den Männern zu erklären, was Weihnachten bedeutet, und mit ihnen zu beten. Obwohl viele Männer freudig nach der nächsten Einladung fragten und kleine Veränderungen sichtbar werden, trugen einige wieder Alkohol bei sich. „Es ist schwer für sie, ihr Leben umzukrempeln. Das kann nur Gott bewirken. Wir beten, dass er an ihnen arbeitet und sie verändert.“