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Sonntag 10. September 2017 - 20:13

Missionare weiter im armen Burundi im Einsatz – Rund 4000 Besucher beim Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission

Missionare beim Herbstmissionsfest 2017

BAD LIEBENZELL. Trotz einer sich zuspitzenden Lage in Burundi wollen die Mitarbeiter der Liebenzeller Mission in dem ostafrikanischen Land bleiben. Das sagte Missionsdirektor Martin Auch beim Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission am Sonntag, 10. September vor rund 4000 Besuchern in Bad Liebenzell (Nordschwarzwald). „Burundi gilt derzeit als eines der ärmsten Länder der Erde und das wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Experten äußern sich besorgt über die zukünftige Entwicklung des Landes. Und unsere Missionare sagen: Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt bleiben.“ Mission sei der Ruf zu Jesus Christus, sagte Martin Auch: „Jesus hilft Einheimischen und Missionaren gleicherweise zum Bleiben.“

 

Der Missionsdirektor sagte auch, dass die Liebenzeller Mission ihr Engagement in der islamischen Welt ausbaue: „Mit viel Kreativität und Hingabe stehen unsere Mitarbeiter den Menschen, die oft in prekären Verhältnissen leben, ganz praktisch zur Seite.“ In den Armensiedlungen einer Millionenstadt würden Schulen für die Ärmsten betrieben. Ein anderes Team baue zusammen mit den Menschen vor Ort dringend benötigte Speicheröfen, so Auch.

 

Bei seiner letzten Predigt als Direktor bei einem Missionsfest der Liebenzeller Mission sprach Pfarrer Detlef Krause über das Thema „Vorwärtsgeher“, dem Motto der Veranstaltung. Krause geht zum Jahresende in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Pfarrer Johannes Luithle (Schömberg).

Gott wolle, dass Menschen im Leben vorwärts kommen, sagte Detlef Krause: „Das Leben soll aus Gottes Sicht kein Hamsterrad, kein Laufband und kein Crosstrainer sein, auf denen man auf der Stelle tritt. Wir sollen vorwärts kommen. Es soll sich etwas bewegen.“ Christen lebten nicht in erster Linie aus dem heraus, was sie leisten, sondern von dem, was ihnen gegeben sei. „Wir sind von Gott beschenkte Menschen. Unsere Bestimmung ist, vorwärts zu gehen und das zu leben, wozu Gott uns berufen hat.“ Das Leben stelle jeden Menschen immer wieder vor Herausforderungen. Damit zukunftsweisend umzugehen, brauche Mut, so Detlef Krause: „Mut kennzeichnet sich dadurch aus, dass er sich der Wirklichkeit stellt. Mut, der gestaltend vorwärts geht, kennt die Fakten. Er weiß genau, welchen Herausforderungen er sich stellen muss. Er geht nicht einfach nur blindlings in eine Situation hinein.“ Als Christ bedeute für ihn Mut auch Gottvertrauen, sagte der Direktor des Missionswerks: „Wagen Sie den ersten Schritt und vertrauen Sie Gott. Erinnern Sie sich daran, wie Sie Gott schon erfahren haben. Bedenken Sie, wen Sie auf Ihrer Seite haben.“

 

Beim Missionsfest berichteten rund 25 Mitarbeiter der Liebenzeller Mission über ihre weltweite Arbeit, zum Beispiel aus Bangladesch, Malawi, Ecuador und Spanien. Auch in Deutschland ist die Liebenzeller Mission aktiv, wie in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Region gilt als eine der vom christlichen Glauben am wenigsten erreichten Region Europas. Aaron und Ilonka Köpke berichteten von ihrer Mitarbeit im Projekt „Oase“ in einem sozialen Brennpunkt der Stadt. Viele Kinder und Jugendlichen wachsen unterhalb der Armutsgrenze auf. Gewalt, Drogen und Alkohol sind keine Seltenheit. Die Oase-Mitarbeiter bieten Begegnungsfrühstücke, Hausaufgabenbetreuung, Kinderprogramme und Gebetsabende an. Die Mitarbeiter wünschen sich, dass aus der Oase eine Gemeinde im Plattenbau-Viertel entsteht. In Beziehungen zu Menschen investieren, zahle sich aus, sagte Aaron Köpke: „Es gibt dadurch im Viertel die erste Generation, die Ahnung von Jesus hat. Als Gemeindegründung sind wir mit unserem Milieu ein Sonderfall. Wir sind als Gemeinschaft darauf angewiesen, dass sich Gott den Leuten persönlich durch Wunder und Lebensveränderungen in ihrem Umfeld vorstellt.“

 

Für Kinder und Jugendliche gab es parallel ein extra Programm. Die Liebenzeller Mission veranstaltet zweimal im Jahr Missionsfeste für Freunde und Interessierte. Mit rund 240 Mitarbeitern in 26 Ländern ist sie eine der größten Missionsgesellschaften im deutschsprachigen Raum. Das nächste Missionsfest findet an Pfingsten 2018 statt.