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Sonntag 09. September 2012 - 16:34

Anfragen aus dem Südsudan, 59 neue Studenten und eine Benefizfahrt nach Spanien - Rund 4500 Besucher beim Herbstmissionsfest

Missionsdirektor Martin Auch (links im Bild) begrüßte beim Herbstmissionsfest Pastor Barnabas Hemrom aus Bangladesch.

BAD LIEBENZELL. Zum Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission kamen am 9. September rund 4500 Besucher nach Bad Liebenzell im Nordschwarzwald. Im Zentrum der Veranstaltung standen Berichte von Missionaren, die Einführung von zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihre Arbeit im In- und Ausland sowie ein gemeinsamer Gottesdienst im Großzelt.

In seiner Predigt zum Thema „hält. trägt. lebt.“ rief der Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause, die Zuhörer auf, ein gutes Maß zwischen Veränderung und Beständigkeit zu finden. Es sei gut, am Puls der Zeit zu bleiben. Gleichzeitig solle man prüfen, ob sich das, was als Verbesserung angeboten werde, auch im Lebensvollzug als wirklich besser erweise. „Dasweltanschauliche Buffet ist heute prall gefüllt. Aber ist im Paket auch das drin, was draußen drauf steht?“, fragte Krause. Der Theologe empfahl den Missionsfestbesuchern, die Bibel als Leitlinie ihres Lebens zu nehmen. „Gottes Wort hält, trägt, lebt“, so Detlef Krause. Es gehe im Leben nicht nur darum, flexibel zu sein. Menschen bräuchten einen festen Standpunkt. „Wer für alles offen ist, der ist nicht ganz dicht. Wir müssen unterscheiden können zwischen dem, was verändert werden muss, und was nicht anders werden darf.“ Krause ermutigte die Zuhörer, auch bei Gegenwind an ihrem Glauben festzuhalten: „Lass es nicht zu, dass man dir Gottes Wort madig macht. Nimm es nicht hin, dass Gottes Wort in deinem Leben nur eine Randerscheinung ist. In diesem Wort steckt drin, was draußen drauf steht – Gottes Gegenwart, seine Macht und seine Kraft.“

Über aktuelle Entwicklungen in der weltweiten Arbeit der Liebenzeller Mission sprach Missionsdirektor Martin Auch. Er berichtete von Anfragen zur Mitarbeit im Südsudan, dem jüngsten Staat der Welt. Erfahrene Missionare sollen dort punktuell Schulungskurse durchführen. „So wird nötige Hilfe geleistet und wir können auswerten, ob im Südsudan auch für uns eine Aufgabe für die Zukunft sein könnte. In diesem jüngsten Land der Erde werden Gesetze, Werte und Bildungssysteme gerade neu geschrieben. Was für eine Chance, die Zukunft zu gestalten“, so Auch. Er wies auch auf die Situation verfolgter Christen weltweit hin. Der Missionsdirektor forderte die Festbesucher auf, für diese Menschen zu beten und auch in Politik und Gesellschaft das Wort gegen Verfolgung aus Glaubensgründen zu erheben. Als besondere Gäste begrüßte Martin Auch Pastoren aus Bangladesch und Mikronesien.

Zudem berichtete er den Zuhörern, dass vor wenigen Tagen 59 neue Studenten ihr Studium in Bad Liebenzell begannen. Neben den 42 neuen Studenten der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL) starteten 15 Frauen und Männer im neuen Studiengang der Interkulturellen Theologischen Akademie (ITA) ein praxisnahes Studium, das nach den drei Studienjahren berufsbegleitend im In- oder Ausland abgeschlossen wird. „Wir wünschen uns, dass dieses Wachstum auf dem Missionsberg in Bad Liebenzell auch zum Wachstum in der Weltmission wird“, so Martin Auch.

Einen der ehemaligen Studenten verabschiedete der Missionsdirektor zu einer Benefizfahrt nach Spanien. Rund 1800 Kilometer will Manuel Sept innerhalb von zwei Wochen mit dem Fahrrad zurücklegen, um von Bad Liebenzell nach Castellón (Region Valencia) zu gelangen. Der Erlös kommt der Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ zugute, mit der benachteiligten Menschen im afrikanischen Sambia geholfen wird.

Parallel zur Hauptveranstaltung gab es für Kinder und Teenager jeweils ein extra Programm. Das nächste Missionsfest der Liebenzeller Mission findet an Pfingsten 2013 statt. Mit rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 24 Ländern ist sie eine der großen, evangelischen Missionsgesellschaften in Deutschland.