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Mittwoch 23. Mai 2012 - 11:46

Gottvertrauen trotz großer Armut - Leiter der Evangelischen Allianz Malawi zu Gast beim Pfingstmissionsfest der Liebenzeller Mission

BAD LIEBENZELL. Im Vorfeld des Pfingstmissionsfests der Liebenzeller Mission am Sonntag, 27. Mai 2012 berichtete Francis Mkandawire von seinen Erfahrungen aus dem afrikanischen Malawi. Mkandawire ist Leiter der Evangelischen Allianz in dem südostafrikanischen Land. Dort koordiniert er die Arbeit von mehr als 100 christlichen Kirchen und Organisationen und setzt sich für einen ganzheitlichen Ansatz dieser Gruppen ein: „Es sollte immer das Ziel von Christen sein, Menschen von Gott zu erzählen und ihnen gleichzeitig durch soziale Hilfe in ihren Alltagsnöten zu helfen“, sagte der Theologe. „Für ein gutes Gleichgewicht dieser beiden wichtigen Aufgaben setze ich mich ein.“


Ein großes Problem für sein Land sei die Armut, sagte Mkandawire. Auch die Kirchen hätten damit zu kämpfen. „Oft können sie ihre Pastoren nicht ausreichend bezahlen, die sich ihren Lebensunterhalt häufig durch eine Nebentätigkeit verdienen müssen.“ Eine Folge davon ist, dass viele Geistliche in dem Land keine theologische Schulung hätten. Deshalb begrüße er, wenn Menschen in seinem Land die Möglichkeit einer doppelten Ausbildung bekommen. Das gelinge beispielhaft am „Chisomo-Zentrum“, sagte der Südostafrikaner. In diesem Projekt der Liebenzeller Mission bekommen Studenten aus ärmeren Bevölkerungsschichten sowohl eine theologische als auch eine handwerkliche Ausbildung. Schreiner und Pastor – dieses Konzept habe sich in seinem Land bewährt.


Trotz ihrer Armut zeichne viele Menschen in Malawi ein großes Gottvertrauen aus. „In meinem Heimatland haben viele einen starken Glauben. Sie wissen nicht, ob sie am nächsten Tag etwas zu essen haben, vertrauen aber darauf, dass Gott ihnen hilft zu überleben.“ An diesem Punkt könnten Christen in Deutschland von den Menschen in Malawi lernen, sagte der Theologe. „Es ist gut, nicht immer alles als selbstverständlich zu nehmen, sondern Gott im Gebet dafür zu danken, was er einem schenkt, und ihn zu bitten, dass er einen auch weiterhin versorgen wird.“ Der materielle Überfluss in Europa führe dazu, dass Menschen sich mehr auf sich selbst als auf Gott verließen, so der Afrikaner.

 

Francis Mkandawire ist noch bis 29. Mai in Deutschland und anlässlich des Pfingstmissionsfests der Liebenzeller Mission im Schwarzwald zu Gast, bei dem er auch zu hören ist. Interessierte sind zu dem Missionsfest am Sonntag, 27. Mai herzlich eingeladen. Neben der Feier des Pfingstfests stehen Berichte von Missionaren der Liebenzeller Mission über ihre weltweite Arbeit im Zentrum der Veranstaltung. Am Nachmittag gibt es ein neues Programm für die Besucher. Erstmals können sie zwischen verschiedenen Parallelprogrammen wählen. Beginn des Pfingstmissionfests, das in diesem Jahr unter dem Motto „Ohne Wenn und Aber“ steht, ist um 9:30 Ihr mit einem Gottesdienst im Zelt. Insgesamt werden rund 4500 Besucher erwartet.


Die Liebenzeller Mission ist eine selbstständige Organisation innerhalb der evangelischen Kirche und mit rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 25 Ländern eine der großen evangelischen Missionsgesellschaften in Deutschland.