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Mittwoch 02. Mai 2007 - 15:37

100 Jahre Missionshaus - Es geht nicht um ein Haus, sondern um einen Auftrag

BAD LIEBENZELL. Ein vielfältiges Programm und interessante Einblicke erlebten die mehr als 500 Besucher des 100-jährigen Missionshaus-Jubiläums am vergangenen Sonntag auf dem Gelände der Liebenzeller Mission.

Am Anfang des Festtages stand ein Gottesdienst mit vielen bunten Elementen. Der derzeitige Hausvater Jochen Kümmerle berichtete mit Bildern aus verschiedenen Jahrzehnten, wie es zum Bau des Missionshauses gekommen war und wie sich später alles entwickelt hatte. Volker Bäuerle, der Bürgermeister Bad Liebenzells, rief wahre Beifallsstürme hervor, als er ankündigte, dass das Motiv für den diesjährigen Weihnachtsbecher der Stadt das Missionshaus sein werde.

Zwei ehemalige und ein derzeitiger Bewohner des Missionshauses erklärten in einem Interview, welche Erfahrungen für sie wichtig waren und sind. In seiner Festpredigt unterstrich der frühere Missionsdirektor Ernst Vatter die Bedeutung des Missionshauses als Lebensschule für zukünftige Theologen. Er lenkte das Augenmerk der Zuhörer auf die ursprüngliche Bestimmung des Hauses. „100 Jahre ein Haus – na und? Es geht nichts um’s Haus – es geht darum, welcher Auftrag hinter diesem Haus steht.“, so Vatter. Er sehe die Hauptaufgabe der gesamten Mission in der praktizierten Liebe zu allen Menschen. Die Sprache der Liebe werde auf der ganzen Welt verstanden.

Das sommerliche, schöne Wetter machte auch die Spielstraße für Kinder zu einem besonderen Highlight. Dort konnten sie Rikscha fahren, Blasrohr schießen, sich bei Wasserspielen Abkühlung verschaffen und Bälle in eine „Haus-Torwand“ versenken.

Alle Türen des Missionshauses waren offen für die Besucher, die zahlreich aus der Kernstadt, den umliegenden Orten und darüber hinaus angereist waren. Sie konnten den Gottesdienstraum, die Aufenthaltsräume, den Speisesaal, die Wohnung der Hauseltern sowie die Zimmer der Studenten besichtigen. In einigen Räumen berichteten Missionare aus Japan, Papua-Neuguinea und Bangladesch von ihren Erlebnissen und ihrer Zeit im Missionshaus.

 

Im Juli 1905 wurde der Grundstein des Hauses gelegt, die Einweihung fand dann zwei Jahre später am 28. April 1907 statt. Während der beiden Weltkriege wurde das Missionshaus zeitweise beschlagnahmt.

Zur Zeit leben im Missionshaus rund 25 der insgesamt 100 Studierenden des Theologischen Seminars. Sie arbeiten nach ihrer Ausbildung als Missionare im Ausland oder als Pastoren in Gemeinden und Landeskirchlichen Gemeinschaften.