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Freitag 29. März 2019 - 08:55

Daniel und Tabea Köhler: Jesus lädt ein zum Leben

Die meisten Deutschen, die schon mal nach Peñíscola in Spanien gereist sind, kennen die kleine Stadt vermutlich sehr gut gefüllt. Normalerweise hat Peñíscola 8.000 Einwohner, im Sommer sind es 150.000. Tabea und Daniel Köhler leben mit ihrer Tochter Elisha das ganze Jahr dort. Sie sind Missionare und arbeiten als Gemeindegründer. In Peñíscola gibt es bisher ausschließlich eine katholische Kirche in der Altstadt und einen muslimischen Gebetstreff. Viele Familien sind kaputt, viele Menschen arbeitslos. Daniel und Tabea wünschen sich eine Gemeinde, in der Menschen einen lebendigen Glauben an Jesus Christus finden und geprägt werden durch seine Liebe. In den nächsten Wochen sind sie in Deutschland unterwegs, um von ihrer Arbeit zu berichten. Wir haben ihnen ein paar kurze Fragen gestellt.

Was ist die größte Herausforderung für Mission in Spanien?

Die Spanier sehen westlich aus und da vermutet man einfach, dass bei ihnen ein christliches Fundament da ist. Aber die meisten Spanier kennen das Evangelium gar nicht. Die christlichen Grundlagen fehlen. Missionsarbeit in Spanien ist echte Pionierarbeit! Für ältere Menschen ist der Katholizismus eine Barriere für einen lebendigen Glauben, denn für sie entspricht christlicher Glaube einfach nur einer Tradition. „Jesus ruft nicht zu einer neuen Religion auf, sondern zum Leben“, hat Dietrich Bonhoeffer gesagt. Genau das ist es. Und bei den jungen Spaniern spüren wir diese Sehnsucht nach echtem Leben. Das macht uns Hoffnung.

Gibt es ein Erlebnis oder eine Begegnung in den letzten Monaten, die euch besonders bewegt hat?
In der Adventszeit hat Tabea viele Plätzchen gebacken und an ganz viele Bewohner in unserer Straße verteilt. Anfang des Jahres waren wir einige Zeit unterwegs. Als wir zurückkamen, sprach uns eine Engländerin an, die schon 16 Jahre in Spanien lebt und in unserer Straße wohnt. Sie erzählte uns ihre Reaktion gegenüber ihrem Mann, als sie das Päckchen mit unseren Plätzchen öffnete: „Ach guck mal, wir haben ja doch Freunde in Peñíscola.“ Das hat uns schon bewegt, schließlich lebt sie schon so viele Jahre dort. Unser Eindruck ist: Nachbarschaftlichkeit ist die beste Evangelisation, denn in unserem Umfeld kommen wir gut ins Gespräch über unseren Glauben. Zu Tabeas Geburtstag haben wir auch viele Nachbarn eingeladen. Dann waren wir auf einmal 70 Leute.

Tabeas Eltern sind Missionare in Chile, Daniels Vater war lange Jahre Vorsitzender der Landeskirchlichen Gemeinschaft Weiterstadt: Ist ein pastoraler Dienst bei Euch quasi familiär angelegt?

Nein, gar nicht. Wir haben beide jeweils drei Geschwister und wir sind die einzigen aus unseren Familien, die einen pastoralen Weg eingeschlagen haben. Dass wir Missionar werden wollen, stand für uns aber schon lange fest. Für Tabea seit der Kindheit. Bei Daniel hat’s ein paar Jahre länger gedauert. Aber seit dem Teenageralter war es auch bei ihm klar, dass er für Jesus im Einsatz sein will.