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Sonntag 24. Februar 2019 - 20:06

Beten, feiern, Gott begegnen – 1300 junge Menschen bei Gebetskongress in Bad Liebenzell

YouPC 2019

BAD LIEBENZELL. Sie beteten für ihre Lehrer, für die Politiker in Deutschland, für zerrüttete Familien und für ein Ende von Menschenhandel. Rund 1300 Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich vom 22. bis 24. Februar zum Youth Prayer Congress (YouPC) der Liebenzeller Mission. Bereits zum 19. Mal fand dieser Gebetskongress in Bad Liebenzell im Nordschwarzwald statt. Dieses Jahr unter dem Motto „angesehen“.

 

Mitarbeiter der Liebenzeller Mission erinnerten zu Beginn des Kongresses an den Start des Missionswerkes in Bad Liebenzell vor weit über hundert Jahren. Damals betete Schwester Lina Stahl elf Jahre lang, dass aus dem Hügel der Stadt ein „feuerspeiender Berg“ werde. Damit meinte die Diakonisse einen Ort, von dem aus das Evangelium in alle Welt getragen wird. Heute ist dort die Zentrale der Liebenzeller Mission, von wo aus rund 230 Missionarinnen und Missionare auf allen Erdteilen im Einsatz sind – um das „Feuer der Liebe Gottes in die Welt zu tragen“, so die Veranstalter.

 

Ziel des Kongresses sei es, Raum zu schaffen für Begegnungen mit Gott. Es sei sein Wunsch, dass die Teilnehmer ermutigt und inspiriert wieder in ihren Alltag gehen, sagte Ben Geiss, Organisator der Veranstaltung und Leiter von Teens in Mission, einem jugendmissionarischen Arbeitsbereich der Liebenzeller Mission. „Ich wünsche mir, dass viele junge Leute Momente erleben, in denen Gott ihnen einen Blick schenkt für das, was er in ihnen sieht und in ihrem Leben vorhat.“ In seiner Predigt sagte Ben Geiss, dass Gott viele Namen und Facetten habe. Doch eine Eigenschaft ziehe sich durch die Bibel: „Gott stellte sich Mose als der vor, der immer da ist. Das gilt bis heute“, so Ben Geiss. Gleichzeitig sei es eine Herausforderung zu erleben, dass Gott manchmal scheinbar nicht handelt. „Ich feiere es, einen Gott zu haben, der Wunder tut. Aber mir blutet das Herz, wenn ich sehe, dass Menschen leiden und Gott nicht handelt“, so Ben Geiss. Trotzdem sei Gott auch in diesen Zeiten da. „Sein Versprechen gilt. Daran will ich festhalten. Auch wenn ich Gott nicht in allen Einzelheiten verstehe. Das müssen wir lernen auszuhalten.“

 

Auch Jugendreferentin Britta Greiff sprach davon, dass es auf manche Fragen keine menschliche Antwort gebe: „Warum wachsen die einen in einer super behüteten Familie auf und warum ist für andere ihre Familie die Hölle auf Erden?“ Die Bibel sei voll von Wundern Gottes. „Und Gott tut diese Wunder auch noch heute“, so Britta Greiff. Sie erzählte von einer jungen Frau, die als Kind viel Gewalt erfahren und heute Frieden bei Gott gefunden habe. Beten lohne sich: „Gott hört dich!“

 

Das Thema Gebet war an dem Wochenende in ganz verschiedenen Formen Teil des Kongresses: in Gottesdiensten, durch Videos, bei Gebetsfrühstücken, in Kleingruppen oder Theaterszenen, bei Gebetseinsätzen oder in kreativ gestalteten Gebetsräumen. Zielgruppe des Gebetskongresses waren vor allem an junge Menschen. Den Veranstaltern war aber wichtig, dass sich verschiedene Generationen begegnen und voneinander lernen. Deshalb waren auch ältere Menschen mit dabei. Jung und Alt trafen sich zum Beispiel im „Generationen-Café“.

 

Besonders interessiert waren die Teilnehmer an einem „Alltagsheldentalk“. Dort standen Erwachsene den Jugendlichen für ihre Fragen zu Verfügung. Und die löcherten die sie zu Themen wie Liebeskummer, dem Herausfinden der richtigen Berufswahl, Konflikten oder Glaubenszweifeln. „Uns war es wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, eigene Fragen loszuwerden und eine ehrliche Antwort zu bekommen“, sagte Ben Geiss. „Niemand ist perfekt. Auch nicht Erwachsene und auch nicht die Redner auf der Bühne. Offen zu erzählen ist etwas, was die jungen Menschen absolut beeindruckt.“

 

Zu dem Kongress reisten Jugendliche Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Der nächste Youth Prayer Congress in Bad Liebenzell findet vom 28. Februar bis 1. März 2020 statt.