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Dienstag 13. November 2018 - 09:29

Im Ausland den eigenen Horizont erweitern – Zehn Jahre Kurzeinsatzprogramm „impact“ der Liebenzeller Mission

BAD LIEBENZELL. Weg von Hotel Mama, weg von Deutschland. Ein Auslandsjahr nach dem Abi oder der Ausbildung gehört für viele junge Menschen heute einfach dazu. Seit zehn Jahren gibt es bei der Liebenzeller Mission das Kurzeinsatzprogramm „impact“. Rund 1200 junge Frauen und Männer haben das Programm in dieser Zeit durchlaufen. Alle kommen verändert zurück.

„Natürlich gewinnt jeder durch so ein Jahr an Lebenserfahrung dazu“, sagt Stephan Trick, der impact seit acht Jahren leitet. „Manche waschen zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Wäsche selbst. Für andere ist es eine neue Erfahrung, selbst Entscheidungen zu treffen.“ Für viele sei es etwas ganz Neues, selbst zu arbeiten. „Auf einmal steht nicht mehr das Lernen im Vordergrund, sondern selbst aktiv zu werden.“ Aber gelernt wird durch den Auslandseinsatz, der bei impact zwischen einigen Wochen und elf Monaten dauern kann, trotzdem viel – nur eben anders. Neue Kulturen, andere Religionen und Lebensweisen kennenzulernen, erweitert den Horizont. „Wer im Ausland gelebt hat, versteht auch in Deutschland besser, warum Menschen aus anderen Ländern auch etwas anders sind“, sagt Stephan Trick.
Er muss es wissen, schließlich lebte er zusammen mit seiner Familie selbst einige Zeit im Ausland. Vor einigen Jahren leitete er eines der impact-Teams in Kanada. Einsatz-Teams gibt es in vielen verschiedenen Ländern – von Sambia in Afrika über Japan bis hin nach Ecuador in Südamerika. Von Zeit zu Zeit besucht Stephan Trick die Teams vor Ort, um die Teamleiter und Teilnehmer zu ermutigen und Tipps zu geben.

Auch der Glaube der jungen Menschen verändere sich häufig während ihrer Auslandszeit. Er werde tiefgründiger, weil die „impactler“ sehen und erleben, was Gott auf der ganzen Welt tut, sagt Stephan Trick. „Für viele wird nicht nur ihr Glaube intensiver, sondern auch ihr Gebetsleben. Das freut uns natürlich.“ Einige der Kurzmitarbeiter setzen ihre Zeit bei der Liebenzeller Mission im Anschluss an ihren Einsatz fort: „Jedes Jahr haben wir mehrere Teilnehmer, die anschließend Pastor oder Missionar werden wollen. Einige davon studieren dann an der Internationalen Hochschule Liebenzell oder an der Interkulturellen Theologischen Akademie.“

Selbst geprägt zu werden und andere zu prägen: So formuliert der impact-Leiter das Ziel des Programms. Missionsarbeit könne nicht funktionieren ohne Missionare, die viele Jahre im Land sind und sehr nachhaltig arbeiten. Aber Kurzeinsätze könnten die Missionsarbeit ergänzen und bereichern, ist sich Stephan Trick sicher. „Ein Blick von außen ist für eine Arbeit vor Ort auch ganz hilfreich. Und 18-Jährige haben manchmal in der Jugendarbeit einen anderen Zugang zu den Menschen als langjährige Missionare.“
Die Aufgaben der Kurzmitarbeiter sind dabei ganz unterschiedlich: Kinderprogramme veranstalten, Straßeneinsätze, Speisungen für Obdachlose, Gemeindearbeit unterstützen oder auch mal ein Baueinsatz. Man kann auf vielfältige Weise den eigenen Horizont erweitern und anderen Gutes tun.

Besonders gefragt seien afrikanische und südamerikanische Einsatzländer, erzählt Stephan Trick. Aber auch Kanada sei immer ein Renner. Wildnis und weites Land sei für manche einfach ein Jugendtraum. Weit weg von zu Hause zu sein, sei für viele junge Erwachsene eine große Sehnsucht. Probleme mit Heimweh hätten die wenigsten. „Aber an Weihnachten werden die meisten dann doch emotional und vermissen ihr gewohntes Umfeld“, sagt Stephan Trick. Dann hilft es, mit Gleichgesinnten vor Ort zu sein: Denn gemeinsam geht bekanntlich vieles besser.