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Donnerstag 18. Oktober 2018 - 10:23

Eine Gemeinde wird erwachsen

FRANKREICH. Hiltrud und Uwe Vogel zogen vor rund 20 Jahren nach Frankreich, um ein Missions- und Freizeitheim in St. Aubin du Perron aufzubauen, zu leiten und parallel dazu eine Gemeinde in dem ländlichen Carentan zu gründen. Beides konnte inzwischen entstehen. Und es ist ermutigend zu sehen, wie immer mehr Menschen bereit sind, diese Aufgabe mitzutragen. Vogels wollen 2020 in die 50 Kilometer entfernte Hafenstadt Cherbourg weiterziehen, um in einem Team noch einmal eine neue Gemeinde zu gründen. Für die kleine Gemeinde in Carentan ist das eine große Herausforderung. „Wir benötigen viel Weisheit, um sie auf diese Situation vorzubereiten“, sagen Hiltrud und Uwe Vogel. „Die geplante Vergrößerung des Gebäudes können wir nun leider nicht mehr angehen. In der verbleibenden Zeit ist es jetzt wichtiger, zu schulen, zu strukturieren und den Verantwortlichen Sicherheit zu geben.“
Durch die Veränderung der Infrastruktur, neue Straßen und den jüngst gebauten, enormen Kreisverkehr direkt vor dem 2001 eingeweihten Gemeindegebäude, ist die Gemeinde schnell erreichbar und sie hat viel Parkfläche. Für die Gemeinde, die aus zwölf verschiedenen Ortschaften zusammenkommt und in der bis zehn verschiedene Länder repräsentiert sind, ist das ideal. „Wie können wir eine solche Lage für Gottes Pläne besser benutzen?“, fragen die Gemeindemitglieder. Gott antwortete und berief Familie Guillaumain.
 

Hoffnung auf junge französische Mitarbeiter

 
So sind Johan und Carine Guillaumain mit ihren beiden Kindern 2017 nach Carentan gezogen. Sie fühlen sich in die Normandie gerufen. Dazu haben sie ihren Beruf, sie als Ergotherapeutin und er als Landschaftsgärtner, aufgegeben. Nach einem Jahr Bibelschule in Genf folgen nun zwei Jahre Praktikum in Carentan. Im Jahr muss Johan für acht Wochen zurück auf die Schulbank. 2019 endet das zweijährige Praktikum bei Vogels. Dann beginnt das Abschlussjahr ihrer theologischen Ausbildung. Ausnahmsweise erlaubt ihnen die Bibelschule, es an demselben Ort zu machen. Voraussichtlich wird Michael Eckstein nach Vogels Umzug für diese Zeit ihr Leiter sein.
Bislang haben die kleinen, von Liebenzeller Missionaren gegründeten Gemeinden, von Vollzeit-Missionaren profitiert. Nun unterstützen sie gemeinsam die ersten französischen Mitarbeiter. „Für die Arbeit in der Normandie wagen wir uns damit auf ‚Neuland‘ und wir sind dankbar für alle Gebete“, schreiben Vogels. Guillaumains können sich vorstellen, nach Abschluss ihrer Ausbildung in Carentan zu bleiben und im Netzwerk mit den Gemeinden in der Gegend zusammen zu arbeiten. Sie hoffen mit Vogels, dass Gott ihre Berufung bestätigt und auch finanziell den Weg dazu ebnet.
 
Die Liebenzeller Mission ist 1987 in Frankreich tätig und hat dabei in der Normandie mehrere Gemeinden gegründet. Auf rund 30.000 Einwohner kommt dort nur etwa eine Gemeinde, die bis zu 50 Kilometer von der nächsten entfernt liegt.